Amateur-Mädchen Lola geben Tiefe Kehle Blasen


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On 06.09.2020
Last modified:06.09.2020

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Die Lieder summen wir dann leise für uns, im Licht der Laternen auf dem Weg zwischen den Häusern. Nur vor dem Gartentor des Altenheims singen wir einmal laut und kraftvoll, damit die Kinder ihre Lebensfreude mit den isolierten alten Menschen teilen können.

Ich bin heiser. Die Kinder haben sich vor Lachen gekringelt, da ist es mit mir durchgegangen. Jetzt habe ich überall blaue Flecke.

Kuscheliges Vorlesen mit vor Heiterkeit explodierenden Kindern geht selten ohne Blessuren der Mutter vonstatten.

Vielleicht ist das der Grund, warum viele Eltern nicht gern vorlesen. Keine Zeit, zu müde, keine Lust. Vorlesen sei aber deshalb so wichtig, weil es ja nicht nur bedeute, einen Text zu erfassen sondern auch mit dem Kind ins Gespräch zu kommen und Nähe zu teilen.

Dabei müssten die Kinder nicht still sitzen, sondern könnten während dessen auch rumtoben oder basteln. Durch Zeigen oder Benennen lerne das Kind, dass man sich über etwas gemeinsam Verständigen kann, was die beste Vorbereitung für spätere Lernprozesse in der Schule sei.

Eines der Hauptargumente der Eltern gegen das Vorlesen war, dass man dann ja schauspielern müsse und sich das vor den eigenen Kindern seltsam anfühle.

Ganz ehrlich, ich spiele meinen Kindern ständig etwas vor. Wenn ich ich sie mit meiner wahren Gefühlslage konfrontieren würde, wären sie vermutlich bereits traumatisiert.

Wenn ich sie zum Beispiel um Uhr wecke, singe ich ein leises Guten-Morgen-Lied und kraule sie noch kurz. Alles gespielt. Also mein Job zwingt mich nicht, so früh aufzustehen, oh, Gott, das geht jetzt noch 10 Jahre so, ich hasse Schultage, was kostet eigentlich ein Internat?

Also spiele ich die liebevolle, ausgeschlafene Mutter und lasse den zensierten Subtext erst raus, wenn sie im Bus sitzen. Meistens kriegt es dann Friedolin ab, wenn er verschlafen in die Küche geschlurft kommt.

Ein Teil von mir möchte die Kinder auch liebend gern anschreien, wenn sie sich vor kopfloser Wildheit mal wieder verletzt haben.

Welchen Teil von: ihr sollt nicht im Regen auf den Steinplatten Fangen spielen, habt ihr nicht verstanden??? Unsere Kinder haben einen morbiden Musikgeschmack.

Sie lieben Mörderballaden wie die Moritat von Mackie Messer oder die Ballade von der Seeräuber-Jenny aus der Dreigroschenoper. Ihr aktuelles Lieblingslied ist Bidla Bu von Georg Kreisler, in dem der Sänger bildreich beschreibt, wie er seine Geliebten der Reihe um die Ecke bringt, damit die Liebe nicht verblasst.

Natürlich ist es wichtig, bei solchen Liedern die Kinder liebevoll zu begleiten. Ich mache mir keine Sorgen, dass sie deswegen zu mordlustigen Psychopathen heranwachsen.

Ebenso wie ich nicht glaube, dass sie ältere Damen mit Warzen auf der Nase in Öfen schubsen oder den Wölfen im Tierpark nach der Fütterung den Bauch aufschneiden.

Kinder lieben Angstlust ebenso wie Erwachsene. Was für uns Game of Thrones, sind für unsere Kinder Lieder von Kurt Weill oder Kreisler.

Sie lernen, mit Tabubrüchen umzugehen und sich davon zu distanzieren. Gestern waren allerdings die Nachbarskinder zu Besuch und die Siebenjährige legte, bevor ich intervenieren konnte, ihr neues Lieblingslied auf.

Dann verschwinden sie einfach. Unser sehr tolles Nachbarmädchen hat vor kurzem einen Teil ihrer langen Haare gespendet, damit Perücken für Krebspatienten daraus geknüpft werden können.

Das hat die Kinder schwer beeindruckt. Mir persönlich ist diese Zahnfee etwas suspekt. Ich hatte bisher mit ihr nie etwas zu tun. Als ich ein Kind war, gehörte Deutschland noch nicht zu ihrem Liefergebiet.

Und die Siebenjährige hat ihre bisherigen Milchzähne entweder behalten wollen oder verbummelt. Seit Wochen quälte sie aber ein wackelnder Schneidezahn, der einfach nicht rauswollte und ständig blutete.

Und weil wackelnde Zähne ja bekanntlich wackelnde Kinder erzeugen, waren wir unserer Zahnärztin sehr dankbar, dass sie ihn gestern bei der Kontrolluntersuchung fachmännisch gezogen hat.

Wobei unsere Zahnärztin den Job streng genommen bereits übernommen hatte: sie hat der Siebenjährigen einen Flummi für ihre Tapferkeit geschenkt.

Das beste, was ich mal beim Zahnarzt gekommen habe, war eine Beruhigungsspritze vor einer Wurzelspitzenresektion. Danach war ich so high, dass ich den Zahnarzt heiraten wollte, weil ich der festen Überzeugung war, er sei der schönste Mann der Welt.

Ich habe mich dann aber doch für Friedolin entschieden. Den finde ich auch ohne Drogen schön. Der Brauch der Zahnfee geht anscheinend schon auf die Wikinger zurück.

Die Krieger gaben ihren Kindern Geld für die Zähne und trugen sie in einer Kette um den Hals, was Glück im Kampf bringen sollten. In anderen Kulturen wurden die Zähne im Garten vergraben, damit die neuen Zähne gut wuchsen und böse Hexen sie nicht in die Finger bekamen und damit Macht über die Kinder erlangten.

Daher wurden die Zähne auch oft verbrannt. Der erste verlorene Zahn ist seit jeher Teil eines Übergangsrituals. In Frankreich und Italien kommt die Zahnmaus, in der Schweiz eine Ameise und in Korea die Elster.

Bei uns komme ich in der Nacht geschlichen und tausche den Zahn gegen einen winzigen silbernen Fingerhut, den ich in meiner Sammelsuriumskiste gefunden hab.

Vielleicht sollte ich mir im Gegenzug den Zahn den Siebenjährige um den Hals hängen, um mich für die Kämpfe dieses Winters zu wappnen.

Unter anderem. Das war wohl nicht die richtige Wahl. Wäre ja auch zu verrückt gewesen, wenn wir mal einen Fahrradweg bekämen, die gärtnerisch genutzten Grünflächen der Stadt nicht mehr mit Glyphosat gespritzt würden und der Kindergarten endlich ausgebaut würde.

Man muss da immer nach vorn gucken, damit man nicht gegen andere Kinder gegen läuft. Er hätte nur auch bei schlechtem Wetter gern eine ruhige Ecke oder Platz zum Toben.

Das gäbe es im Oberschoss des Kindergartens, das komplett leer steht, weil es ohne Sanierung nicht genutzt werden darf.

Weshalb die Erzieherinnen seit Corona sehr einfallsreich sein und Nerven wie Drahtseile haben müssen.

Oder eigentlich immer. Weil er gern mit Schirmmütze und hinter dem Rücken verschränkten Händen gewichtig dreinblickend über den Hof marschiert.

Er wäre sicherlich eine gute Wahl gewesen. Dann gäbe es in jedem Dorf drei Spielplätze, eine Eisdiele und einen Bäcker und Kreisel-Bepflanzung für die Bienen.

Und die Pferdeweiden würden nicht in Neubaugebiete umgewandelt. Aber ob der richtige oder falsche Kandidat gewählt wird, liegt natürlich immer im Auge des Betrachters.

Die Kinder wollen nicht mehr allein einschlafen. Früher bestand unser Abendritual aus einer Geschichte-einem Lied-einem Kuss und dann ging ich aus ihrem Zimmer.

Oft hörte ich sie streiten, weil der Fünfjährige auf seinem Hochbett beim Einschlafen gern Plopp-Schnalz-Pfeiff-und-Pups-Geräusche macht, um die Spannung des Tages abzubauen, die Siebenjährige im unteren Bett aber bei Plopp-Schnalz-Pfeiff-und-Pups-Geräuschen nicht einschlafen kann.

Dann musste ich wieder rein und klarstellen, dass die Siebenjährige auch durchaus in ihrem eigenen Zimmer schlafen könne, das zur Zeit nur als Gästezimmer genutzt wird, weil sie dort ja ihre Ruhe vor Plopp-Schnalz-Pfeiff-und-Pups-Geräuschen habe, aber dann müssten halt BEIDE Kinder ALLEIN schlafen.

Danach waren sie meistens mucksmäuschenstill und flüsterten inniglich. Für geschwisterlichen Frieden braucht es halt manchmal ein gemeinsames Feindbild.

In diesem Fall die Dunkelheit und ich. Friedolin hat sein eigenes Ritual, das aus einer Geschichte und dann so lang andauerndem Gequengel besteht, bis er noch eine kleine Geschichte erzählt und dann noch eine winzige Geschichte und dann noch eine Winzigkleineminigeschichte.

Eigentlich dürfen sich die Kinder den Inhalt der Geschichte aussuchen. Also erzählt Friedolin eine Geschichte von dem Nichts, das sich hinter der Tür des Kinderzimmers befindet, was die Kinder aber so gruselig finden, dass Friedolin noch eine kleine Geschichte erzählen muss und dann noch eine winzige Geschichte und dann noch eine Winzigkleineminigeschichte von einem Reh.

Und wir dürfen nicht mehr aus dem Zimmer, bevor sie eingeschlafen sind. Die Unsicherheit der Tage kommt beim Einschlafen mit voller Wucht zum Vorschein.

Ich singe dann oft mehrere Schlaflieder hintereinander, das beruhigt die Kinder und es beruhigt mich.

Laut Studien verlangsamen die sanften Klänge der Wiegenlieder nicht nur die Atmung und den Herzschlag der Kinder, sondern auch die des Vortragenden und wirken sich positiv auf das Immunsystem aus.

Dabei ist es völlig gleichgültig, ob man wie Ella Fitzgerald oder wie Milli Vanilli singt, ob man beim Text hilflos improvisiert oder einfach nur summt.

Da ich alle Schlaflieder gefühlt schon Mal gesungen habe, mische ich mittlerweile irgendwelche Balladen unter, deren Texte ich noch halbwegs zusammen kriege.

Von Friedrich Hollaender bis Bernd Begemann, von Schubert bis zu den Beatles. Nur herzergreifend melancholisch müssen sie sein.

Es hilft nur leider überhaupt nicht beim Einschlafen. Wir sind eine mehrsprachige Familie. Friedolin und ich reden fast nur noch Englisch beim Essen.

Ich könnte jetzt behaupten, dass wir alles für die kindliche Frühförderung tun. Tatsächlich hagelt es Zwischenrufe, wenn wir uns auf Deutsch unterhalten:.

ICH HAB DOCH GESAGT IHR SOLLT WARTEN! Manchmal hätte ich gern einen Bundestagspräsidenten, der Ordnungsrufe verteilt. Haben wir aber nicht, also reden wir Englisch, wenn wir etwas dringendes zu klären haben.

Könnte man bei der AfD auch mal versuchen. Die Schüler wurden neulich im Lernentwicklungsgespräch gefragt, was sie in der Schule gern noch lernen möchten.

Viele Kinder in dem Alter haben da noch keine genaue Vorstellung. Die Siebenjährige hatte sofort eine Antwort parat: Englisch.

Vielleicht müssen wir in Zukunft auf Plattdeutsch umstellen. Der Fünfjährige schaut mit einer Feder unseres verstorbenen Puschenhühnchens in der Hand in das Feuer.

Der Oktober-Vollmond scheint durch die nachtschwarzen Äste des Ahorns, zwei Fledermäuse flattern wie bestellt über unsere Wiese.

Die sind doch bestimmt auch alle im Himmel. Notiz an mich selbst: Nicht mehr mit meiner Mutter in Gegenwart der Kinder über Massentierhaltung diskutieren.

Wenn meine Mutter Essen aus Qualtierhaltung bei uns anschleppt, platzt mir manchmal der Kragen. Dann neige ich zum moralischen Dozieren. Oder sich von den ganzen Siegeln verwirren lässt.

Wir reden zu Hause oft über artgerechte Tierhaltung. Aber normalerweise in kindgerechter Form. Denn die Kinder haben natürlich unzählige Fragen zu unserem Lebensstil.

Warum essen wir kein Fleisch, die Familien ihrer Freunde aber schon? Warum kaufen wir keine Eier im Supermarkt, wenn unsere Hühner Legepause haben?

Warum haben wir kein Nutella sondern diese faire Schokocreme, die ihre Freunde beim Übernachtungsbesuch immer nicht essen wollen?

Warum fliegen wir nie mit dem Flugzeug? Wir versuchen ihnen unser Weltbild dann sanft und ohne Druck zu erklären: Wir möchten nicht, dass Tiere unsertwegen leiden.

Wir möchten nicht, dass Menschen für die Herstellung von Lebensmitteln oder Waren nur einen Hungerlohn bekommen.

Wir möchten euch Kindern eine Welt hinterlassen, in der es noch Regenwald und Packeis und lebendige Ozeane gibt. Wir verbieten den Kindern nichts. Wir wollen sie nicht in den Widerstand drängen.

Wir wollen, dass sie zu aufgeklärten, verantwortungsbewussten Menschen heranwachsen. Der Fünfjährige stopft sich trotzdem mit Würstchen oder Schnitzeln voll, sobald er die Gelegenheit dazu bekommt.

Die Siebenjährige ist mittlerweile eiserne Vegetarierin, nur Fischstäbchen bei ihrer Omimi hat sie noch gegessen. Aber das hat Friedolin ihr auch verleidet.

Wir waren auf Tour mit den Kindern in einem Dorf-Restaurant. Ich bestellte das einzig vegetarische Gericht: Salat. Davon wird Friedolin aber nicht satt und wir hatten noch einen langen Auftrittsabend vor uns.

Er bestellte eine Forelle aus einem lokalen Weiher. Fand er ökologisch vertretbar. Die Forelle wurde serviert und sah noch ziemlich lebendig aus.

Mit Kopf inklusive Augen und Zähnen und Schwanz und glänzenden Schuppen lag sie auf Friedolins Teller, als würde sie davon schwimmen, wenn es denn nur Wasser gäbe.

Die Kinder waren entsetzt. Die Siebenjährige wollte ihr Essen nicht anrühren. Daraufhin verschanzte sie sich hinter einem Sichtschutz aus Blumenvase, Salzstreuer und Serviettenhalter.

Er war leicht grün im Gesicht und versuchte, seinen Vater und dessen Forelle so gut es ging zu ignorieren. In Zukunft wird es meine Mutter deutlich schwerer haben, die Kinder satt zu kriegen.

Unser Dorf ist Halloween-Sperrgebiet. Dafür brauchen wir Corona nicht. Da bin ich konservativ. In meiner Heimatstadt Hannover verdrängt Halloween den Martinstag zusehends.

Hier auf dem Dorf halten wir noch wacker an der alten Tradition fest. Ich finde es schade, wenn der rituelle Ursprung von Festen völlig von Kommerz und Krawall überlagert wird.

Am Martinstag wird der Heischebrauch immerhin noch mit der Tugend des Teilens und Gesang verbunden. Der heilige Martin teilt seinen Mantel mit dem armen Mann im Schnee.

Das hat mich als Kind immer sehr beeindruckt. Dabei hat auch dieses Fest bedeutsame Wurzeln, die im Laufe der Zeit unter Kürbiskitsch und Kaufhauskostümen begraben wurden.

Im alten Glauben öffneten sich mit dem Oktober die Tore zur Anderswelt. Zu der Unterwelt der Verstorbenen und den Hügeln der Feen, des alten Volkes.

Der Schleier zwischen den Welten hob sich während der dunklen Jahreszeit und sank erst Anfang Januar am Ende der Rauhnächte wieder herab.

Denn die Toten waren nicht fort, sie waren unsichtbare Mitglieder des Haushalts, die einem mit Rat und Tat zur Seite stehen konnten, aber auch Unheil stiften, wenn man sie erzürnte.

Wir schmücken unseren Jahreszeitenaltar mit Fotos und Gegenständen der Verstorbenen, die noch in unseren Herzen sind.

Das Wort Enkel kommt aus dem althochdeutschen und bedeutet: kleiner Ahne. Früher glaubte man an die Seelenwanderung der Verstorbenen und ihre Reinkarnation in den Neugeborenen der Familie.

Um Reinkarnation zu finden muss man also nicht bis nach Indien reisen, auch im Glauben unserer Vorfahren war sie ein zentrales Element.

Nach altem Kräuterbrauch darf die Wurzel auf keinen Fall mit Eisen ausgegraben werden. Eisen verjagt die Pflanzengeister.

Eine Schaufel aus Kupfer sollte es sein oder, wie in unserem Fall, das abgeworfene Geweih eines Rehbocks. Wir graben die Wurzel des Alant aus, eine wunderschöne Sonnenpflanze, die früher zur Abwehr von Dämonen verwendet wurde.

Sie riecht getrocknet zart nach Veilchen und erinnert geräuchert an den pudrig-weichen Geruch von Sandelholz. Dann erheben wir im Schein des blauen Oktober-Vollmonds unser Glas auf die Verstorbenen und erzählen am Lagerfeuer ihre Geschichten.

An Halloween verkleidet man sich besonders gruselig, um die wandernden Toten damit zu erschrecken und zu vertreiben.

Aber ich möchte sie gar nicht vertreiben. Ich lade sie zu uns ein. Ich hatte einen riesigen Topf Nudeln gekocht, wir brauchten alle etwas Nervennahrung.

Zwei kleine Gabeln blieben erwartungsvoll in der Luft hängen, vier blitzblaue Augen schauten mich an. Ich hatte mir fest vorgenommen, die Kinder nichts von unseren Sorgen über diesen erneuten Lockdown spüren zu lassen.

Meine Eröffnung fand ich schonmal ziemlich gelungen. Natürlich sagte ich das nicht. Halloween fällt ja auch aus.

Beide Kinder lachten sich kaputt, sogar Friedolin fand es ein bisschen lustig. Ich habe ihn an eine Freundin meiner Mutter verhökert, damit er ihr hilft, die Wohnung auszuräumen.

Meine Mutter hat viele allein stehende Freundinnen, wenn sich das rum spricht, kann er vielleicht ein Start-Up draus machen.

Mein Leben lang war ich ultra sparsam, aber seitdem wir kaum noch Geld verdienen, habe ich irgendwie das Gefühl, dass es jetzt auch egal ist.

Daher auch die Sache mit den Steiff-Tieren. Dazu muss man sagen: Ich habe unseren Kindern noch nie ein Kuscheltier gekauft.

Zur Geburt hatte ich ihnen welche genäht. Die Kinder schlossen diese abgeliebten Tiere sofort in ihr Herz, wobei sie oft gar nicht ahnten, dass sie noch aus meiner Kindheit stammen.

Ganz ehrlich, wie sollten das Christkind, der Osterhase oder die Schnullerfee auch an meine Tiere gekommen sein? Vielleicht haben die da so ein Syndikat-Ding am Laufen.

Auf Tour waren wir in Rothenburg ob der Tauber in Käthe Wohlfahrts Weihnachtsdorf, diesem irrsinnigen Zauberladen, in dem das ganze Jahr über Bescherung ist.

Am Ende standen wir vor diesem Regal mit Kuscheltieren. Und der Fünfjährige nahm ein Meerschweinchen in den Arm und die Siebenjährige einen kleinen Dalmatiner und beiden sahen glückselig aus.

Sie hat Geld in der Schule durchgenommen und wusste, dass ihr Taschengeld nicht für so ein Steiff-Kuscheltier reicht.

Ich war der festen Überzeugung, dass es furchtbar unglücklich dort war und unbedingt zu mir wollte und weinte bittere Tränen, als meine Mutter mich fort zog.

Wochenlang dachte ich an das einsame Kaninchen und dann bekam ich es zu Ostern. Ich schaute Friedolin an. Er lächelte. Es kommen auch wieder bessere Zeiten.

Und wenn ich es genau nehme, sind wir sehr, sehr reich. Die Kinder erklären die erste Hotelzimmerolympiade für eröffnet.

Zu den Disziplinen gehören Bettvorlegerweitrutschen, Bettgestellkunstturnen, Fensterbankhochsprung, Unterdembettextremrobbing und Dauerduschen.

Zum Glück sind durch das Beherbergungsverbot nicht alle Zimmer belegt. Die Disziplinen sind alles andere als geräuscharm. Aber es regnet in Strömen und sie müssen sich die lange Autofahrt aus den Gliedern zappeln.

Jetzt stellt sie sich auf die Hinterbeine und frisst Blätter. Die kann bestimmt auch auf Bäume klettern, wie die Ziegen in dem Bäume-Buch.

Oh, nein, JETZT HÄNGT SIE FEST! Dort werde ich beide Kinder auch im Morgengrauen finden. Sie schauen leise flüsternd den Schafen und Ziegen beim Schlafen zu und beobachten, wie die Lichter in der kleinen Stadt unten im Tal langsam zu leuchten beginnen.

Ihr Anblick macht mich glücklich und traurig zu gleich. Ich nehme mir vor, mit ihnen auf der Tour noch ganz viele Abenteuer zu erleben.

Denn wahrscheinlich werden sie die Welt in diesem Winter oft genug nur von ihrem Eckfenster aus beobachten können. Die Kinder trinken die erste Orangina ihres Lebens.

Die Tracks pendeln zwischen Country, Blues und Roots-Rock und haben nichts mit dem üblichen überproduzierten und totpolierten Nashville-PopCountry-Sound zu tun.

Hier kommt alles direkt und ungeschliffen - direkt aus dem Herzen und Bauch des Künstlers in die Seelen von Fans ehrlicher, handgemachter Musik mit grossem Tiefgang.

Und es sei solchen Fans dringend angeraten, sich nicht von dem countryesken Image täuschen zu lassen. Also, ihr Fans von Steve Earle, Tom Petty bis hin zu Warren Haynes - dieses Werk ist ein absoluter Pflichtkauf!!!

Überarbeit et und unterbezah lt… Solche Zustände scheint es in Wales, GB, offensichtlich auch zu geben. Davon abhalten liessen.

Gut für uns. Beim Hören des neuen Albums liegt irgendwie BBQ in der Luft, Lebensfreude, Sonnenschein, Strohballen, Brunftzeit, einfach eine verdammt gute Zeit.

Die Art und Weise wie The Texas Flood ihre Musik transportieren erinnert an Bands wie Silvertide, Buckcherry oder Backyard Babies.

SEETHER Poison The Parish Canine Riot mh. Wessen jährliches MusikBudget lediglich Fr. Was die drei Mannen, die ursprünglich aus Südafrika stammen und jetzt in den USA beheimatet sind, hier auf dem sechsten regulären Album auspacken ist schlicht: fuck yeah!

Zurück ist nämlich die Härte, die wir seit dem DebutAlbum insgeheim immer ein bisschen vermisst haben. Der Sänger und Gitarrist Shaun Morgan lässt uns in den Lyrics fast schon seinen inneren Dämonen in die Augen schauen und zeichnet ein ziemlich düsteres und zerrissenes Bild seiner Psyche.

Erstmals hat Morgen das Album auch selber produziert und lässt keine Wünsche offen. Live am 9. Oktober im Xtra, ZH. Den Release seines ersten Soloalbums mit überwiegend neuem Material sollte der für alle härteren Rocker wahre King des RocknRoll nicht mehr erleben.

Chuck Berry starb am Auffällig ist die gute stimmliche Kondition des jährigen. Das Album, das Chuck Berry mit Hilfe seiner Familie produzieren konnte, zeigt auch ein paar Gäste wie Tom Morello, Nathaniel Rateliff und Gary Clarke Jr..

Der Sound ist gut, die Songs generell auch, viel mehr gibt es über die hier enthaltene Musik nicht zu sagen.

Dass der Altmeister hier mit einem wegweisenden, bahnbrechenden neuen Output kommen würde, hat ja auch niemand erwartet. Den Job hatte er bereits mit Bravour vor mehr als 60 Jahren erledigt.

Die Bloodlights sind zurück! Die Platte ist durchs Band weg viel melodiöser als die Vorgänger. Es scheint so, als ob die Norweger versuchen ruhiger zu werden, es jedoch nicht ganz schaffen sich mit der reduzierteren Herangehensweise abfinden zu können.

Die Platte sollte bis zum Schluss durchgehört werden bevor man sich eine eher ernüchternde Meinung bildet.

Das Fundament der Bloodlights ist immer noch das Selbe rotzige wie vor 4 Jahren. Der Versuch, mehr Einflüsse zu gewinnen verursacht in der Mitte des Albums ein Loch, welches aber schnell wieder Gutgemacht wird.

CLOUD NOTHINGS Life Without Sound Wichita Recordings rp. Vielleicht hat das mit dem erneut neuen Produzenten John Goodmanson Blondie, Death Cab for Cutie, Hanson, Pavement, Posies, SleaterKinney zu tun, vielleicht aber auch damit, dass sich die Band um Sänger und Gitarrist Dylan Baldi mehr Zeit für das Schreiben der Songs genommen hatte?

Und die Nähe zu den Replacements ist nicht mehr so offensichtlich wie auch schon. THE GREEK THEATRE Broken Circle Sugarbush Records rp. Die neun Songs, aus Elementen aus Psychedelik, 70er Rock, Folk, Progressive-Rock, Softpop, wenig Country, Barockpop und jazzigen Passagen organisch zusammengefügt, nehmen den Hörer auf eine weit verzweigte Reise.

Laut und leise Passagen wechseln sich ab, poetisch verträumte Elemente nehmen Raum ein. Zwischenzeitlich wird es auch mal rockig oder lange Instrumentalpassagen eröffnen oder unterbrechen die Songs.

Neben Gitarre, Bass, Schlagzeug gibt es Flöten, Klarinette, Pedal Steel, Harfe und ein Mellotron zu hören. Langweilig wird es nie, im Gegenteil.

Man muss gut aufpassen, dass man all die vielen Details mitbekommt. Festhalten kann der geneigte Hörer sich jeweils am wunderbar harmonischen Gesang, auch wenn der zuweilen etwas zu kurz kommt.

Da darf man sich schon auf Teil 3 freuen. THE RUMOR SAID FIRE Crush Popup Records rp. Auf ihrem dritten Album ohne EPs seit der Gründung tauchen so viele Referenzen auf die damalige Zeit und Bands auf, dass man fast etwas den Überblick verliert.

Das Ganze wird mit einer Prise dezentem PostPunk abgeschmeckt. Im zweiten Track wird der geneigte Hörer an House Of Love, die Cure Gitarrensound und New Order Basssound erinnert.

Bezüge zu The Cure und auch New Order sind übrigens in den zwölf Tracks mehrmals zu hören. Und in der nächsten Nummer werden Referenzen an Ph.

In diesem Sinne und Geiste geht es bis zum Schluss weiter. Zuweilen werden auch Erinnerungen an die Korgis, Icehouse oder die späten Sisters Of Mercy ohne den düsteren Gesang von Andrew Eldritch wach.

Diese Zeitreise in die er macht aber immer wieder Spass. Und man kann The Rumor Said Fire gar nicht so richtig böse sein.

Auf dieses Album haben Bluesfans lange warten müssen. Mahal und Mo verbindet zudem eine lange Freundschaft, bekam Keb Mo doch seinen ersten Plattenvertrag durch Mahals Fürsprache.

Das war , Taj Mahals Debüt kam bereits in die Läden. Die beiden Bluesmen ergänzen sich aufs Feinste, sie sind stilistisch ohnehin sehr eng verwandt.

Wobei Mahal klar der rustikalere Part ist. Eine etwas rauere Produktion hätte zwar dem Ganzen noch das Sahnehäubchen aufgesetzt, aber auch so überzeugt der Sound durch Wärme und Transparenz.

Mit Bonnie Raitt und Joe Walsh sind zwei prominente Gäste dabei. Auf ihrem 8. Album präsentiert die Band um den blonden Gitarristen ein breites musikalisches Spektrum.

Allen Songs gemein ist der herausragende Groove und die prächtig harmonierende Zusammenarbeit der Band. Die Produktion lässt auch keine Wünsche offen, satt und druckvoll kommen die Uptempo-Tracks durch die Boxen, die Balladen intim und gefühlvoll.

Das Album als Ganzes funktioniert hervorragend, bietet jede Menge Überraschungen und sorgt ohne Ausnahme für Spass und Freude. Muss man haben! Aber ihr neues Album macht sie nun auch zu einer der wichtigsten Bands der zeitgenössischen Rockszene.

Die tiefe Verankerung im Blues und 70er-Hardrock, der Jam-Charakter und die Reminiszenzen an Free, Led Zeppelin, ZZ Top oder Deep Purple - all das ist natürlich geblieben.

Den Unterschied zu den vorgängigen Platten der Eselregierung, und hier sind die rockigeren Outputs gemeint, macht die musikalische Öffnung und Vielseitigkeit aus, die die Mules hier präsentieren.

Auch die Songs sind griffiger, verleugnen nie die Wurzeln und Inspirationsquellen, an denen sich Warren Haynes bedient. Und so geht es weiter: die Allman Brothers scheinen durch, Soul, Funk und sogar Countryeskes, das auch gut auf Haynes Soloalbum gepasst hätte.

Wir empfehlen die Deluxe-Version mit zusätzlichen sechs Song auf einer Bonus-CD. Irgendwie eine berühmte Rockband Die Maschine rollt wieder, die Spannung steigt: Kraftklub sind zurück.

Wer Kraftklub bisher als Band abgespeichert hatte, zu der es sich hervorragend Sex, Vollrausch oder Mordsgaudi auf Festivals haben lässt, lag damit gewiss nicht ganz falsch.

Einige Jahre später sind diese Menschen alle ein kleines bisschen älter, vielleicht auch ein winziges Eckchen reflektierter, ernster geworden.

Oder sie kann es schon, aber dann ist es langweilig. So gigantisch die bisherigen Erfolge auch waren Pole Positions in den deutschen Charts, hunderttausende verkaufte Einheiten , so tiefenentspannt ging die Chemnitzer Gang an ihr drittes Album heran.

Dabei ist es doch vor allem ebenjenes dritte Album, das gemeinhin als schwieriges Werk angesehen wird. Dennoch: Diese Leichtigkeit, die Unbeschwertheit hört man den Songs an.

Der Druck war weg. Niemand erwartete etwas von uns, wir trafen uns im Proberaum, probierten wild herum.

Nach drei Jahren Vollgas und vollen Terminkalendern war es Kraftklub durchaus mal zu gönnen. Jetzt sind die Akkus wieder voll, die Motoren startklar.

Und dennoch ist das, was uns da auf Indie-Windstärke zwölf entgegenfönt, eine andere Art von Kraftklub-Krawall. Die Zeiten, in denen sie sich als unpolitische Band bezeichneten, sie sind eindeutig vorüber.

Das ist natürlich Quatsch, vollkommen unmöglich. Gewisse Momente zwingen dich zu einer politischen Positionierung.

Wie soll das denn auch gehen? Als Privatmensch etwas verurteilen und als Bandmitglied nicht? Jetzt machen sie es auch musikalisch deutlich.

Und können sich trotz allem nicht von Kritikern, Anfeindungen und Hatern freimachen. Mir ist nicht komplett egal, was die Leute über meine Musik sagen.

Als wir uns anhören mussten, Sexisten zu sein, konnten wir einfach nicht fassen, wie man diesen Song so falsch verstehen kann. Aber das muss man einem wie Felix Brummer nicht sagen.

Und vor allem, was er seinen Fans zutrauen kann. Wenn niemand mehr zu unserem Konzerten kommt oder unsere CDs kauft. Natürlich ist das eine harte Nummer, aber ich denke heute, dass man das wegstecken muss ohne Alkoholiker zu werden.

Eine furchtbare Vorstellung! Wo ist denn da die Entwicklung, die Überraschung? Das Erstaunliche: Im Kern ist die Kraftklub-Rezeptur erhalten geblieben, wurde eben nur gepimpt und mit dem einen oder anderen Achtziger-Beat, elektronischen Elementen oder Post-PunkFlirts angereichert.

Sitzt, passt, funktioniert. Und selbst wenn nicht, wäre es Brummer wohl egal. Dann bekommt es der enge Freundeskreis. Ihre Meinung war uns von Anfang an sehr wichtig.

Erst neulich haben wir das mit dem neuen Album gemacht — pro Song ein Schnaps, das war ein lustiger Abend.

Und das ist verdammt noch mal gut so. LIVE Kniet nieder vor dem K! Und sich dennoch über die eine oder andere Neuerung freuen: Anstatt noch mal auf der Krawall-undRemmidemmi-Welle zu reiten und in jedem Song von juvenilen Exzessen und adoleszentem Schabernack zu labern, haben Kraftklub die Schrauben angezogen.

Seit haben Portugal. The Man praktisch jährlich ein neues Album präsentiert. Die Band aus Alaska war sich den erhöhten Erwartungen durchaus bewusst.

Gitarrist Eric Howk und Bassist Zachary Scott Carothers erzählen, wie produktiv sie während dieser Zeit waren und wie ein Haufen toller Songs produziert wurde.

Sie verfolgten einen Ansatz, wie er von Prince und Michael Jackson praktiziert wurde. Prince schrieb bis Songs und reduzierte dann auf rund ein Dutzend Favoriten.

Die beiden Musiker erklären, wie angemessen das für Prince sei, denn er hatte eine Vision und war der wesentliche Entscheidungsträger.

Sie dagegen seien eine Gruppe Menschen von jeweils verschiedenster mentaler Störungen, die versuche, die besten Songs herauszupicken.

Einen weiteren Grund sehen die beiden Männer in all den Dingen, die im Moment mit ihrer Regierung und der Welt geschehen. Sie hatten verschiedene Stücke aufgenommen, aber dann seien überall diese verrückten Geschichten passiert über die sie nicht schweigen konnten.

Sie schrieben also Songs, die besser zu den Zeiten passten. Jedoch sehen sich Portugal. The Man weder als politisch aktiv noch als Moralaposteln, wenn dann allenfalls als.

Sie fänden es einfach irrsinnig, dass gleiche Löhne für Frauen wie für Männer, Klimawandel und Zugang zu sauberem Wasser überhaupt zur Diskussion stehen.

Die Inspiration für den Albumtitel kommt übrigens vom originalen Ticket für das Woodstock Festival von , welches der Sänger bei seinem Vater gefunden hat.

Das Schreiben und Produzieren neuen Materials ist, wenig überraschend, kein Spaziergang innerhalb der Band.

Die beiden Musiker aus Alaska beschreiben, dass jeder in der Band seine spezifische Rolle habe. Es sind nicht alle gleichzeitig im Studio, sondern kämen zu bestimmten Zeitpunkten, so wie ihr Keyboardspieler zum Beispiel, der sehr viel von Akkordfolgen versteht.

Er koloriere das Gerüst eines Songs. Irgendwann müssten sie ihn dann aber rauswerfen, weil er anfängt alle abzulenken und sie holen sich jemand anderen, um sich dann mehr um die strukturellen Belange zu kümmern.

Mit jedem Album seien sie besonders heikel, wie gewisse Dinge sein sollten. Es gehe nicht unbedingt ums Aufnehmen. Durchaus gebe es Fehler auf dem Album, aber sie sehen das als Rock'n'Roll und lassen es gerade so stehen.

Mit vermeintlichen Nichtigkeiten wie einer Textpassage verstehen sie dann. Die Entwicklung von Portugal.

The Man wurde durch ihre zermürbende Anspruchshaltung, den vielen Wechseln innerhalb der Band und dem aktuellen Weltgeschehen gegeben.

Viel Schweiss und Blut kostet Portugal. The Man ihr Schaffen. Entstanden sind nun einige interessante Songs mit guten Melodien, die man bei Portugal.

The Man früher so nicht gesehen hat. TRACKS hat sich mit der Band getroffen und über den für sie besten Job der Welt gesprochen.

Das Ganze werde zur Obsession. Immerhin sei jedes Album davor, die Übung für das nächste. Sie mögen einprägsame Lieder, denn sie sind mit Motown Musik grossgeworden.

Schwierig sei es, alles Einprägsame einzufangen, es zu vereinfachen und in 2 bis 3 Minuten zu verpacken. Du musst wie ein Loch saufen, kannst nicht schlafen, und Pläne mitnichten schmieden.

Garantiert musst du während deiner Freizeit ins Studio wegen irgendeines Notfalls. The Man ist eine Band, die seit eh und je in Bewegung war.

Zum Kern gehören Zachary Scott Carothers und John Baldwin Gourley, alle anderen sind seit ein paar Jahren dabei oder waren für ein paar Jahre dabei.

Man kann auch wie ein Schlagzeuger viermal eingestellt und wieder rausgeworfen werden. Die Musiker betonen, dass die Menschen, die es länger als ein Jahr mit Ihnen aushalten, harte Kerle sind.

Die Band lobt ihren Job als den besten Job der Welt, aber auch als wahnsinnig erschöpfend. Als Aussenstehender würde man ihren Gig vielleicht gut finden würden.

Bei Portugal. The Man würde garantiert einer sagen ja du warst da ein wenig spät mit deinem Einsatz. Sie haben sich noch nie gratuliert und Umarmungen oder Schulterklopfen gibt es bestimmt nicht.

Wenn alle glücklich sind, sei das gar nicht gut und heisst sie müssen härter arbeiten. Und wenn alle deprimiert sind, dann ist das sowieso ein schlechtes Zeichen.

Der beste Job der Welt verlange Strenge, um am Boden zu bleiben und stets durstig nach mehr zu sein. The Man können manchmal sonderbar wirken.

Leute, die sich das Leben offenbar selber schwer machen und sich optisch als auch musikalisch in einer Nische bewegen.

Vielleicht sieht man sie auch als politisch halbgare Hipster. The Man Verhältnisse. Sonst ist man eher an glasklare Strukturen mit mehr oder weniger akustischen Verzierungen gewohnt.

Die Band hat sich kontinuierlich weiterentwickelt und die hohe Mitgliederfluktuation hat kaum geschadet. Dieses gewisse Etwas, das Portugal.

The Man ausmacht, ist über die vielen Jahre immer geblieben. Die hohe Stimme des Sängers, der Bass im Kontrast dazu und das Keyboard, welches zusätzliche Würze verleiht, harmonieren beindruckend zusammen.

Mit den anderen Gitarren und dem Schlagzeug ergibt dies eine schnell ins Ohr gehende Mischung. Nebenbei ruft es noch nonchalant zur Rebellion auf.

Zachary Scott Carothers ist aber auch stolz auf Mr. Lonely, das es gerade noch so knapp auf das Album geschafft hat. Er wisse nicht wieso, aber der Text mache ihn.

Lonely ist ab und zu elektronisch verzerrt, etwas traurig und beinhaltet ein kleines Rap Feature. Natürlich hat es auf dem Album auch ein paar andere Songs, wie man sie von den früheren Portugal.

The Man kennt, die nicht immer so leicht zugänglich sind. Es vermag die Eigenheiten von Portugal. The Man trotzdem ins Rampenlicht bringen, was nur bewundernswert ist.

Live aufgenommen, enthält es Herz und Seele von Daniel Cavanagh, der gezeichneten und geläuterten Galionsfigur der PostRock-Welt.

Nicht unbedingt die letzten Tage, Wochen oder Monate. Nein, die Zeit, als der Engländer von seinen Dämonen gepeinigt wurde, liegt schon ein paar Jahre zurück.

Vieles von dem, was ich auf diesem Album rausgelassen habe, hat seinen Ursprung an einem dunklen Ort. Ich fühlte mich verwirrt, traurig, verloren.

Ein Album, das konträr zu seinem Titel das aufwühlendste, dunkelste und bewegendste Material der letzten Jahre bietet.

Und von einem ganz besonderen roten Faden zusammengehalten wird. Ich wusste nicht immer, wohin mit mir und meinem Leben, und das machte mir Angst.

Diese Ziellosigkeit wird von vielen als Stigma gesehen, ist. Die darauf erzählte Geschichte des Mannes, der aus seinem Leben und vor sich selbst flieht, wurde nie zu Ende erzählt.

Bis jetzt. Daraus entwickelte sich nach und nach die Geschichte eines Ausbruchs. Was würde man tun? Wie würde man sich fühlen?

Ich war ein gut gelaunter, intelligenter, optimistischer Typ, der auf einmal nur noch vor den Scherben seines Lebens stand.

Ich musste mich sehr langsam an den Menschen gewöhnen, der ich geworden war. Und doch kommt es immer wieder hoch, gesteht er. Keine fünf Minuten ohne Sorgen, ohne Verzweiflung.

Als es endlich besser wurde, starb meine Mutter am Alkohol. Es liegt also eine ganze Menge hinter mir.

Er fungiert als unser Stellvertreter, der unsere Sorgen und Ängste teilt, der die Welt durch unsere Augen sieht und unsere Emotionen in sich trägt.

Doch er hat ein gutes Herz und wird letztlich von der Liebe seines Lebens, die er verlassen hat, nach Hause gerufen. Er geht auf eine ganz besondere Begegnung zurück, die Cavanagh vor einiger Zeit hatte.

Er wurde von einem Filmteam im Flüchtlingslager begleitet, weil er eine solch positive Aura hatte. Mitunter Seite 97 hatten der Schulze und andere Bauern schon gesagt, eigentlich brauchten sie gar keinen Nachtwächter mehr, einen Nachtwächter zu haben, sei überhaupt gar nicht mehr Mode.

Potztausend, dann schimpfte aber Hans Rumps, wenn er so etwas hörte. Er meinte, ein Nachtwächter sei etwas ungeheuer Notwendiges und Wichtiges; wenn die Leute in den Städten so dumm wären und statt Nachtwächter Polizisten hätten, na gut, das mochten sie, aber ein Nachtwächter sei eben doch am besten, und Oberheudorf ohne Nachtwächter sei gar nicht auszudenken.

Von seiner Wichtigkeit waren freilich nur wenige überzeugt, aber das schadete nichts, er selbst war es desto mehr.

Mit den Kindern war Hans Rumps meist gut freund, die erzählten ihm gern alle ihre Schulgeschichten, und wenn der Nachtwächter langsam und feierlich durch Seite 98 das Dorf ging, dann hopsten meist ein paar Buben und Mädel neben ihm herum und schwätzten mit ihm.

Annchen Amsee und Bäckermeisters Mariele, die am andern Ufer sehr eifrig mit ihren kleinen Geschwistern Puppenwäsche abhielten, sahen die Untat; sie schrieen laut auf vor Empörung, und Annchen Amsee wäre beinahe vor Schreck in das Wasser gefallen.

Das war doch arg! Die Mädel sahen sich ganz entsetzt an ob dieser Grobheit, dann nahmen sie eins, zwei, drei Wäsche, Puppen und kleine Geschwister und zogen heim.

Unterwegs trafen sie die Buben, die gerade in voller Indianeraufregung ankamen. Ihnen erzählten die Mädel empört, was geschehen war, und nicht lange nachher standen sämtliche Oberheudorfer Buben und Mädel um den Teich herum, auf dem Heine Peterles Pantoffel schwammen, und lärmten, als zöge der Feind mit hundert Kanonen auf Oberheudorf los.

Seite Hans Rumps aber war in seiner schlechten Laune erst zum Schulzen und dann zum Herrn Lehrer gegangen und hatte die Kinder verklagt; sie wären ausbündig ungezogen.

Nun kam auch noch der Nachtwächter mit seiner Klage. Das war ihm zu toll. Heine Peterles Holzpantoffel, die eigentlich das ganze Unheil angerichtet hatten, schwammen inzwischen ganz vergnügt auf dem Teich herum.

Ein leichter Wind hatte sich erhoben und bewegte ein wenig das Wasser. Schnipfelbauers Fritz, dem das Schelten und Klagen etwas langweilig geworden war, hatte eine Bohnenstange am Teichrand gefunden.

Entsetzt sprangen der Schulze und der Lehrer herbei, und so schnell als er hineingefallen war, so schnell kam Schnipfelbauers Fritz auch wieder aus dem Wasser heraus.

Und ihr andern schert euch auch fort, sonst fallen noch ein paar von euch ins Wasser. Nun marsch, kehrt, drückt euch!

Damit endete die Geschichte. Haben die Dinger vielleicht gebissen? Der Nachtwächter zog beschämt von dannen, ging heim und legte sich schlafen, um sich für den Nachtdienst zu stärken.

Die Kinder aber waren empört, sie waren alle miteinander bitterböse auf Hans Rumps. Am ärgerlichsten war Heine Peterle.

Der Bube bekam daheim noch einmal Schelte, und das wäre alles nicht gewesen, wenn Seite der Nachtwächter die Pantoffel nicht in den Teich geworfen hätte.

Dem Nachtwächter selbst war es gar nicht behaglich zumute. Er schnitt ein Gesicht, als sollten alle Nachtwächter der Welt auf eine wüste, einsame Insel verbannt werden, und jeder, der in diesen Tagen Hans Rumps traf, erschrak vor dessen bitterböser Miene.

Etliche Tage vergingen, und der Freitag kam heran. An diesem Tage butterten alle Oberheudorfer Bauernfrauen, zählten ihre Eier zusammen, pflückten Obst und Gemüse ab, denn am Sonnabend fuhren immer etliche in aller Morgenfrühe in die nächste Stadt, um dort auf dem Markt ihre Sachen zu verkaufen.

Meist fuhren drei bis vier Frauen, und die andern gaben ihnen ihre Waren mit. Die Bäuerinnen wechselten meist mit dem Fahren ab, sie sparten auf diese Art viel Zeit.

Hans Rumps konnte den Sonnabend gar nicht leiden, der begann immer viel früher als andere Tage, Seite und meist wurde er gerade im schönsten Morgenschlummer gestört, was er nicht gut vertragen konnte.

Er wollte aber auch dabei sein, wenn die Bäuerinnen abfuhren, er hielt das für seine Pflicht. Die Bäuerinnen sagten zwar, es sei Neugier, und neugierig war nun Hans Rumps wirklich sehr.

Hier pflegten sich am Morgen alle Bauernfrauen zu versammeln, hierher kamen sie mit ihren Wagen, und die andern, die daheim blieben, brachten ihre Waren.

Der Nachtwächter war also gleich dabei, und verschlafen konnte er es nicht; die Frauen sprachen meist lebhaft miteinander, da wurde er schon munter.

Es war ein heller Sommerabend. Der Mond stand rund und voll am Himmel und guckte recht behaglich auf Oberheudorf hinab.

Das war so ein kleines Nest, an dem der Mond immer seine besondere Freude hatte; er schaute darum auch stets ordentlich liebevoll in alle Ecken und Winkel hinein.

Jedes Haus, jeder kleine Schuppen, jeder Baum, ja selbst jeder Strauch im Gartenwinkel bekam ein Scheinchen Himmelsglanz. Bei dem scheint etwas nicht in Ordnung zu sein.

An des Mondes verändertem Aussehen war aber niemand weiter schuld als Heine Peterle, Schulzens Jakob, der dicke und der blaue Friede und Schnipfelbauers Fritz.

Vor Anton Friedlichs Vaterhaus blieben sie ein Weilchen stehen und warteten, aber drinnen rührte und regte sich nichts, nur der Hofhund begann zu bellen, und da wurde es den Buben unheimlich, und sie zogen ab.

Ach, und er wäre so gern dabeigewesen bei dem dummen Streich, den seine Seite Kameraden jetzt leise im Mondschein unter heimlichem Wispern und Kichern ausführten.

Die Geschichte kam allen fünf Buben unendlich komisch vor. Hans Rumps aber schlief tief und fest, schlief einen rechten, guten Nachtwächterschlaf und merkte gar nichts von allem dem, was um ihn herum vorging.

Was war nur heute in Oberheudorf los? Sehr früh am Morgen, die Sonne träumte noch Seite hinter lichtroten Wolkenschleiern, wurde es auf dem Dorfplatz lebendig.

Die Bäuerinnen kamen, um die Wagen zur Marktfahrt zu rüsten. Die Schulzin war zuerst zur Stelle, gleich nach ihr kam die Schnipfelbäuerin, die ein braunes Pferdchen am Zügel führte.

Er sprang auf und platschte mit beiden Beinen in eine Wasserbütte. Hilflos starrte der Nachtwächter um sich.

Was war nur mit ihm geschehen? Da fiel sein Blick auf seinen Stock, an dem seine Laterne sonst hing. Nein, sein Stock war das doch nicht, auf einer Bohnenstange hing ein alter Blechtopf.

Hans Rumps sah seinen Rock an, auf dessen blanke Knöpfe er so stolz war: Tannenzapfen bammelten daran, von Knöpfen war nichts zu sehen.

Ganz sicher, die Buben sind's gewesen, denn das da ist unser alter Kaffeetopf, den ich erst vor ein paar Tagen fortgeworfen habe.

Meint Ihr nicht auch, Muhme Lenelies? Nä, so eine verflixte Bande! So was, nä, so was! Ich bin ja gar kein Nachtwächter mehr, ich habe kein Horn, ich habe keine Knöpfe, ich habe keine Laterne!

Hier ging Hans Rumps vorläufig die Luft aus, er sank wieder auf die Bank zurück und starrte die Seite Frauen verzweifelt an.

Es sah aus, als hätte die gute, dicke Linde in der warmen Sommernacht durchaus ein Weihnachtsbaum werden wollen. Sie hatte sich allerlei aufhängen lassen: da baumelte eine Laterne, eine Mütze und ein Horn, und mit bunten Wollfäden waren einzeln die blanken Knöpfe vom Nachtwächterrock angebunden.

Es schien ihm selbst sehr unglaublich, am liebsten hätte er sich gleich wieder auf die Bank gelegt und darüber nachgedacht, ob er wirklich geschlafen habe; da dies aber doch nicht anging, begann er, seine Sachen von der Linde herabzuholen.

Er seufzte und stöhnte dabei jämmerlich und schalt ärgerlich vor sich hin, während die Frauen unter Lachen sich daran machten, ihre Wagen zu rüsten.

Ob die Frauen wohl davon still sind, wenn ich sie darum bitte? Nun hing nur noch sein Horn auf der Linde, sein geliebtes Horn.

Heil und unversehrt kam es in seine Hände, er dachte aber doch: Vielleicht haben sie es verdorben und gar was hineingesteckt.

Er blies noch einmal, etwas stärker, ein Ton kam heraus, aber er meinte, der klänge gar nicht so wie sonst. Hans Rumps wurde es ganz unheimlich zumute, sein Horn war vielleicht kaput.

Und auf sein Horn war er doch so stolz, ohne Horn war er doch gar kein richtiger Nachtwächter mehr, auf das Horn kam es doch an und nicht auf das dumme Wachbleiben.

Die Frauen waren erschrocken zusammengefahren. Magd und Knecht folgten ihm. Auch aus den andern Häusern stürzten die Leute heraus. Muhme Rese kam mit der Kaffeekanne in der Hand, und der Schulze zog sich noch auf der Gasse seine Weste an.

Auch der Pfarrer und der Lehrer kamen herbei, und alle wollten sie wissen, wo es brenne. Hans Rumps stand ganz verdattert da.

Ja, nun blast Ihr noch das ganze Dorf zusammen, damit alle erst erfahren, wie es Euch ergangen ist! Nun erfuhren es wirklich alle, was die Buben dem armen Nachtwächter für einen Streich gespielt hatten.

Aber die Buben, nä, die heillosen Buben, die sind zu unnütz! Selbst die, die nicht mitgemacht hatten, blieben fern, es war doch sicherer. Der arme Hans Rumps aber ging tiefbetrübt nach Hause.

Nachher wollte er selbst die Buben bestrafen, hatte er gesagt. Als er mittags aber aufstand, stieg er mit dem rechten Bein aus dem Bett. Natürlich hatte er da gleich gute Laune, und dann hatte ihm die Schulzenfrau ein Gericht Schweinefleisch mit Sauerkraut geschickt und eine andere Bäuerin ein Stück Wurst, da wurde Hans Rumps noch vergnügter.

Seite Die Buben machten es ebenso, denn sie hatten ein sehr schlechtes Gewissen. Und dann waren sie auf einmal alle miteinander wieder gute Freunde.

Hans Rumps blieb Nachtwächter und ist es immer noch. Was sollte ohne ihn auch aus Oberheudorf werden! Das Herauskommen war dem Fritz nämlich das Angenehmste von der ganzen Schulgeschichte.

Nein, diese Überraschung! Die sprachen mit dem Schulzen; der sah sehr wichtig drein und sagte endlich laut und vernehmlich, er hätte nichts dagegen.

Kaspar auf dem Berge, der Wirt, war unendlich stolz; der Herr Schauspieldirektor hatte zu ihm gesagt, so einen wundervollen Wirtshausnamen hätte er noch nie gehört, überhaupt scheine ihm das Oberheudorfer Publikum sehr viel Interesse für die Kunst zu haben.

Seite Das war nun wahr, wenigstens die Kinder standen unentwegt und starrten das Wirtshaus an, als hätten sie es noch nie gesehen.

Der Schulze hatte nichts gegen das geplante Spiel, und die Dorfleute freuten sich. Sie hatten gerade genug Zeit, in das Theater zu gehen, denn die Heuernte sollte erst in der nächsten Woche beginnen.

Da wurden Sparbüchsen geleert, und mancher Bube oder manches Mädel, das in der nächsten Zeit Geburtstag hatte, wünschte sich das Eintrittsgeld im voraus als Geburtstagsgeschenk.

Gab das einen Lärm und ein Geschrei unter den Kindern! Von allen Buben aber war keiner aufgeregter als der dicke Friede und Heine Peterle.

Seite Am Freitag waren die Schauspieler in Oberheudorf eingezogen, und am Sonntag sollte gespielt werden.

Als die Kinder am Samstag wieder aus der Schule kamen und natürlich alle am Wirtshaus vorbeirannten, als sei das der einzig richtige Heimweg, da kam ihnen gerade der Herr Direktor entgegen.

Der blieb stehen und schaute die Kinder so forschend an, als wäre er ein Schulrat und wollte prüfen, was sie gelernt hätten.

Einigen war das Ansehen unheimlich, die liefen fort, etliche aber blieben stehen, darunter natürlich der dicke Friede und Heine Peterle. Der Herr Direktor trat vor Schreck einige Schritte zurück.

An diesem Nachmittag sprachen die Oberheudorfer Buben und Mädel von nichts weiter als von Heine Peterles und des dicken Friedes Theaterspiel.

Seid ihr ein König? Was zieht ihr denn an? Aber die beiden neuen Schauspieler blieben stumm und taten, als wären sie bis an den Rand vollgestopft mit Geheimnissen.

Sie lächelten nur gnädig, als wäre ohne sie in Oberheudorf eine Theatervorstellung nicht möglich. Von der Wichtigkeit ihrer Mitwirkung hatten sie beide auch ihre Eltern überzeugt; die hatten erst gar nicht ja sagen wollen, besonders den Müttern war es nicht recht.

Wenn der Bengel nur sagen wollte, wen er eigentlich im Spiel vorstellt. Der dicke Friede übte sich in dieser Erwartung schon allerlei Kasperlessprünge ein, vielleicht konnte er sie gebrauchen.

Dabei hatte er gesagt, er freue sich sehr auf die Vorstellung. Es wurde auch rappelvoll. Es war eine kleine Bühne aufgebaut worden.

Es ging aber noch nicht los. Aber da ging auch schon der Vorhang auseinander, und alles Warten hatte ein Ende.

Das Stück begann. Erstens war die Jungfrau kein Hirtenmädchen, sondern eine Prinzessin, dann waren die Franzosen keine Franzosen, sondern Deutsche, und dann dachten im ersten Akt alle Zuschauer, es würde vielleicht ein Lustspiel werden.

Muhme Rese sagte, es würde vielleicht Genoveva gespielt, dies war nämlich das einzige Stück, das sie je gesehen hatte. Wenn er's nur recht macht!

Gemütlich war es just eben Heine Peterle nicht zumute. Der stand mit dem dicken Friede hinter der Bühne, und beide starrten ängstlich und ehrfurchtsvoll auf die Schauspieler, die hin und her gingen und so seltsam redeten.

Die beiden Buben steckten in rosenroten Pagenanzügen, dazu hatten sie gelbe Mützen auf, und goldene Leuchter, die aber nur aus Blech waren, sollten sie tragen.

Ganz wundervoll kamen sie sich vor. Für so ein Paar dicke Dorfbuben sind unsere Pagenanzüge auch freilich nicht gemacht! Ach, so schwer hatte er sich das Theaterspielen doch nicht vorgestellt.

Der Vorhang war noch geschlossen, aus dem Zuschauerraum tönte wie ein Brausen das Stimmengewirr. Heine Peterle hatte gar nichts gehört.

Den Buben da oben auf der Bühne war es zumute, als wären sie auf einmal in einem fremden Lande. Wie die Schauspieler nur redeten! Erschrocken drehte Heine Peterle sein Licht nach der andern Seite und hielt es gerade einem andern Ritter unter die Nase, der eben auch etwas sagen wollte.

Seite Schwapp, fuhr Heine Peterle wieder mit seinem Leuchter herum, und pardauz, kollerte die Wachskerze auf den Boden, löschte aus und rollte bis an die Brüstung vor.

O Jammer und Graus! Friede, Friede, nä, Friede, deine Hosen! Viel fehlte auch nicht, und Friede und Heine Peterle hätten geheult; es zuckte ihnen schon bedenklich um die Mundwinkel, und beiden war die Bühne nachgerade recht unheimlich geworden.

Friede hielt krampfhaft seine Höslein zusammen, und Heine Peterle starrte hilflos auf sein Licht, das noch immer am Boden lag, und das er nicht zu holen wagte.

Was tun? Sie holte geschwind ein Paar grasgrüne Schärpen herbei, band jedem Buben eine um und steckte breit und voll eine Schleife über die geplatzte Naht.

Der Vorhang ging wieder auf. Der Akt ging nun ohne Zwischenfall zu Ende. Alles war sehr rührend und schön, und alle waren zufrieden.

Die Zuschauer waren es und die Schauspieler, weil es eben die Zuschauer waren. Und der Wirt war zufrieden, weil er sah, wie Grafens lachten und vergnügt dreinsahen.

Am allervergnügtesten aber waren die beiden Buben oben auf der Bühne, sie meinten, sie wären bei der Aufführung eben doch die Hauptsache.

Beim nächsten Akt hatten Heine Peterle und Friede dreimal über die Bühne zu rennen. Nä, nä, die machen noch 'ne Dummheit, und der Friede denkt auch gar nicht an seine Hosen!

Sie taten dies, damit man denken sollte, es wären immer andere Leute. Auch Heine Peterle und Friede setzten ihre Mützen einmal ab. Als sie wieder an dem Tisch vorbei kamen, lagen aber obenauf allerlei andere Hüte.

Der Hut war ihm über die Augen gerutscht, er wollte ihn zurückschieben, und dabei stolperte er. Es war schon zu spät: Heine Peterles linkes Bein schwebte bereits in der Luft; der Bube war an die Rampe gekommen, er schwankte, rutschte, und fallend griff er nach einem Halt.

Dabei packte er einen Ritter am Bein, der verlor auch das Gleichgewicht; auch er griff unwillkürlich nach etwas und erwischte die Schleppe einer Hofdame.

Ein wahrer Höllenlärm erhob sich. Oben auf der Bühne stockte der Festzug, unten schrieen, heulten und lachten alle durcheinander.

Der Wirt und der Schulze kamen herbei, die Gestürzten aufzurichten. Heine Peterle heulte, seine Mutter und Muhme Rese, die nicht gleich zu ihm gelangen konnten, jammerten laut.

Friede ächzte Seite und hielt krampfhaft seine Höslein fest, die nun völlig geplatzt waren, und seine Mutter stieg über zwei Stuhlreihen hinweg, um ihren Buben zu trösten.

Aus der Kinderecke kam klägliches Schreien und angstvolles Fragen. Da versiegten die Tränen der beiden, ganz stolz und wichtig schauten sie sich um.

Potztausend, war das fein! Weh getan hatten sie sich nicht weiter, ein paar blaue Flecke und Schrammen rechnet ein echter Oberheudorfer Bube nicht erst, auch die Schauspieler hatten sich nichts gebrochen, und so konnte das Spiel weitergehen.

Die Buben waren dazu bereit, aber der Direktor sagte, jetzt brauchte er keine Pagen mehr, sie sollten lieber unten bleiben.

Die Oberheudorfer meinen nämlich, in einem richtigen Trauerspiel müsse man herzhaft lachen können. Also wer will gehen?

Niemand wollte das. Die Kinder fanden es wieder einmal ungeheuer gemütlich bei Muhme Lenelies. Von allen Kindern aber hörte der alten Frau Seite niemand lieber zu als ihr Pflegesohn Traumfriede.

Der lauschte auch an sonnenhellen Sommertagen gern allein, was seine gute Pflegemutter ihm erzählte. Sie war arm, wie es Waschfrauen oft sind, aber sie war zufrieden und froh, was selbst Königinnen nicht immer sind.

Seite Die taten, als hätten sie das gar nicht gehört. Über Land und Stadt herrschte ein mächtiger König. Der hatte drei Söhne, die alle drei gut und brav waren und ihren Eltern viel Freude bereiteten.

Bei der Geburt der Söhne war, wie das früher manchmal vorkam, schnurstracks eine böse Fee gekommen und hatte die armen Prinzlein verwünscht.

Aber so geschwind wie hinter einem rechten Gewitter manchmal der Sonnenschein kommt, war gleich eine gute Fee erschienen, die hatte der Königin für jeden Sohn zwölf wunderfeine Hemden aus goldgelber Seide geschenkt, die sollten die Prinzlein immer tragen: so lange würden sie gesund und glücklich sein, und alle Zaubersprüche der bösen Fee könnten ihnen nichts anhaben.

Die Königin tat wie die Fee ihr geraten hatte, und seitdem trugen die Prinzlein immer die Hemden von goldgelber Seide. Da waren alle gleich wieder ganz still, und Annchen Amsee hielt sich den Mund zu, damit nur ja kein vorwitziges Wörtlein entschlüpfte.

Du lieber Himmel, zwölf Hemden, wenn sie ein ganzes Leben halten sollen, sind wirklich nicht viel, zumal für einen Prinzen.

Nun bist du ohne dein goldgelbseidenes Hemd gleich krank geworden. Auch Prinz Hannemann zog einmal heimlich sein Hemdlein aus, und an diesem Tage schüttete er einer fremden Fürstin, die zu Besuch da war, Himbeersauce auf ihr himmelblaues Atlaskleid.

Als die Prinzen erwachsen und mutige, kühne Jünglinge geworden waren, zogen sie nacheinander in die Welt hinaus; sie sollten einmal sehen, wie es wo anders ist, und sollten sich dabei gleich eine schöne Prinzessin zur Gemahlin aussuchen.

Seite Prinz Karlemann kam heim und brachte eine wunderschöne Frau mit. Es war die reiche Prinzessin Gerlinde, die konnte singen, Klavier spielen, reiten und tanzen, aber stopfen, nein, stopfen konnte sie nicht.

Die Königin seufzte und dachte, vielleicht bringt mein Sohn Hannemann eine Frau heim, die stopfen kann.

Prinz Hannemann brachte die wunderschöne Prinzessin Theolinde als Gemahlin mit. Die konnte malen, Schlittschuh laufen und noch besser tanzen als Gerlinde, aber stopfen, nein, stopfen konnte sie nicht.

Sie wollte sich halbtot lachen, als es die Königin von ihr verlangte. Das lernt man schon in der ersten Fahrstunde.

Was in der räumlichen Dimension angebracht ist, kann also für die zeitliche Dimension nicht schlecht sein. Und das Jahr hat einen eigenen Abend im Rückspiegel wahrlich verdient.

Django Asüls Blick in den Rückspiegel offenbart einen Abend voller AhaEffekte: Von bekannten Highlights über Schmankerl aus dem toten Winkel - aus Django Asüls ureigenem Sichtwinkel betrachtet wird aus dem letzten Jahr ein spannender, komischer und vor Satire triefender Abend, der die Zuschauer höchstamüsiert ins neue Jahr entlässt.

Lappersdorf Aurelium 20h Di Neumarkt Johanneszentrum. Günter Grünwald Günter Grünwald, einer der beliebtesten und berüchtigsten Kabarettisten Bayerns, und das inzwischen seit über 25 Jahren, präsentiert sein aktuelles Programm "Deppenmagnet".

Man darf sich freuen auf zwei Stunden herrlich absurden, aberwitzigen Humor mit der ganz eigenen pikanten "Grünwald-Note".

Regenstauf Realschul-Sporthalle 20h Mo Zehn Stücke werden darauf zu hören sein. Christina Lux Leise Bilder-Tour Die Songwriterin wurde von Einflüssen aus der Jazz- und Soulmusik geprägt.

Mit ihrer Ausdruckskraft und ihrer starken Stimme berührt sie ihr Publikum von der ersten Sekunde an. Es klingt leicht, wie sie singt, aber nicht, was sie singt.

Ihre Texte berichten von Begegnungen, Momentaufnahmen, feinen Wahrnehmungen. Waldsassen Kunsthaus Regensburg Audimax 20h. Stormy Monday Die Band ist seit 20 Jahren unterwegs.

Druckvolle Gitarrenriffs, fette Keyboards und treibende Beats von Drums und Bass - Stormy Monday bringen die besten Classic-Rock-Songs der späten 60er bis in die 90er-Jahre, die auf keiner Rock-Party fehlen dürfen: Stücke von Deep Purple, Rolling Stones, Dire Straits oder Golden Earring Ihr erster Gig in der Oberpfalz wird mit Spannung erwartet.

Neuhaus Schafferhof 20h. Denn wenn gute Filme ihre Fortsetzung finden können, dann bestimmt auch gute Konzertprogramme. So begeben sich die Hofer Symphoniker abermals in die packende musikalische Welt der Filmmusik.

Es werden Ohrwürmer wie Skyfall, Forrest Gump und Star Wars erklingen, Höhepunkte der modernen Musikgeschichte und Klassiker der Filmgeschichte, deren Emotionalität und Spannung die Geschichten vor unserem inneren Auge wieder aufleben lassen.

Alex Cumfe Band Frech, frei, verspielt und ungekünstelt. So klingt Alex Cumfe und ihre Band. Sie haben bereits das Tollwood- und Sinnflut-Festival gerockt, wurden vom BR ins Finale des HeimatsoundWettbewerbs gewählt und durften sich beim 50 jährigen Jubiläum vom Bayerischen Fernsehen mit Hubert von Goisern und Haindling die Bühne teilen.

Ihr Sound ist intensiv und unumgänglich, denn sie schöpfen aus einem frischen Soundkollektiv. Die wunderbar natürliche Stimme, die in Alex' Kehle wohnt, entführt die ZuhörerInnen mal in unbändige Tiefen, stürmisch und kraftvoll, und bricht dann in den Höhen subtil und fein auf, um die bairischen Texte in charmant-weiche Klänge zu hüllen.

Sulzbach-Rosenberg Druckerei Seidel 20h. Vor allem die Ar t von Privatem, über das keiner gerne spricht. Noch nicht mal beim Fr iseur und schon gar nicht auf Bühnen und in Liedform.

Das ist genau das Ding des 58jährigen Liedermachers. Michael Fitz und tut es, auf so eindringliche wie unterhaltsame Weise.

Sulzbach-Rosenberg Druckerei Seidel 20h Do Regensburg Alte Mälzerei 20h Fr Schorsch hat den Blues Hubert Treml und Franz Schuier laden zu einem ganz besonderen Konzert-Schmankerl ein: Zusammen mit dem sensationellen Gitarristen Robert Prill werden sie mit viel Humor und Groove nicht nur dem Schorsch, sondern allen im Publikum den Blues vertreiben.

Die kultigen Entertainer und Musikpoeten bieten "eine lustige, kurzweilige, herzerwärmende Zeitreise" Der Neue Tag. Ihr Ziel ist immer: das Publikum glücklich zu machen.

Das gelingt ihnen jedes Mal aufs Neue mit ihrer einzigartigen Kombination aus humorvoll-nachdenklichen Mundart-Texten und musikalischem Ausdruck. In ihrem aktuellen Programm "Schorsch hat den Blues" wird der Klassiker "Cocaine" zum "LehrerDrogen-Mix-Song", bekommt der "Haxn Joe" eine fetzige Nummer zugeschrieben und wird auch der "Nöidorsch" mit einem getriebenen Lied gehetzt besungen.

Aber auch alte Bekannte wie der "Unterhem-Brando vom Hammerweg" schauen wieder vorbei. Das "Annamirl" in einem ganz neuen Kleid. Wieder also eine begeisternde Bühnenshow mit magischen Momenten.

Falkenberg, Schwoazhansl 20h Fr Mainstream , Modern Susan Weinert ist in den letzten Jahrzehnten mit immer wieder spannenden Besetzungen unterwegs.

Das Rainbow Trio hat so viele Farben wie der Regenbogen, die neben dem klassisch ausgebildeten Konzertpianisten Voltz und Susans Ehemann und musikalischen Wegbegleiter am Kontrabass faszinierend musikalisch erlebbar werden.

Ein Wohlklang, der auch nach dem Konzert noch lange nachwirkt. Eine Traumreise von der Stille eines Norwegischen Fjordes bis zum bunten Treiben auf einem orientalischen Bazar.

Weiden Bistrot Paris 20h. Homeless Bernies Boogie Nirvana Hinter diesem Bandnamen stehen Bernhard Schönke Bass, Gesang , Gitarrist Ernst Müller und Schlagzeuger Ludwig Bergner.

Bandleader Bernhard Schönke ist bereits seit als Musiker unterwegs und hat auf zahlreichen Tourneen durch ganz Europa viele amerikanische Blueslegenden wie Champion Jack Dupree, Louisiana Red, Tommy Tucker, Willie Mabon begleitet.

Hans-Günter Brodmann Quartett Modaler Jazz Chris Kunz ts , Martin Kasper p , Johannes Göller b , Hans-Günter Brodmann dr. Anlässlich des Jazzmusiker interpretieren schon immer die Standards und erwecken musikalische Strukturen mit ihrer eigenen Persönlichkeit stets neu zum Leben.

Für die ZuhörerInnen ist es eine seltene Gelegenheit, die damals revolutionäre Phase des Umbruchs des Jazz in den 60iger Jahren noch einmal live zu erleben….

Nach dem orientalischen Märchenspiel im letzten Jahr hat die Franz-Grothe-Schule in Kinderkonzert dieser Saison ein klassisches Grimmmärchen für das Kinderkonzert im Kalender.

Dass der Esel, der Hund, die Katze und der Hahn in und rund um Weiden zu Hause waren, bevor sie fortliefen, ist sicher nicht ganz geschichtlich verbürgt, aber!

Sieht man das auch auf den Hintergrund bildern? Antwort: Ja! Das Sinfonieorchester spielt dazu speziell ausgewählte Werke der Musikliteratur, die die Szenen der jungen DarstellerInnen klanglich unterstützen und verstärken.

Das Orchester wird wie immer von Dirigent Dieter Müller geleitet, die Schauspielgruppe von Heike Hübner. Weiden Max-Reger-Halle 11h. Willy Astor Sound of Islands Zusammen mit musikalischen Wegbegleitern wird Willy Astor Songs aus fünf Alben instrumentaler Stücke spielen, durch ein Ensemble des Bayerischen Rundfunkorchesters unter der Leitung des Arrangeurs und Komponisten Christian Elsässer genial ergänzt.

Ob Bossa-Nova oder Tango, ob afrikanische Einflüsse oder bayrische Volksmusik - gerade die stilistische Vielfalt der Astor'schen Kompositionen ziehen die ZuhörerInnen seit Jahren in den Bann.

Die stets gewohnt humorvollen Moderationen von Willy Astor runden diesen Abend perfekt ab. Amberg ACC 20h. Er nimmt sein junges Publikum ernst und traut ihm auch etwas zu.

Amberg ACC 15h. Nun sind sie schon zum dritten Mal in Folge da. Wer also Kuf noch immer nicht live gesehen hat — jetzt aber auf und hingehen.

Kuf verbinden Jazz mit elektronischer Musik, der Kontrabass harmoniert reibungslos mit Synthesizer und Sampler, ergänzt durch das Schlagzeug , welches den ausufernden Songgebilden Halt gibt und Struktur verleiht.

Handgemachte Musik für den Club. Ob beim Jazzfestival Montreux oder im Wiener Konzerthaus - Chris Gall und sein Trio wissen überall zu begeistern.

Der Münchner Pianist mit dem Ruf eines Stilpiraten und Musikfreibeuters widmet sich zusammen mit Henning Sieverts am Bass und Peter Gall am Schlagzeug auch schon mal dem Indie-Rock und der Weltmusik.

Ihre deutschen Texte können auch mal eingängig und gefühlvoll sein, ehe man sich dann wieder fühlt, als hätte einen ein umfallender Baum getroffen nur um dann gleich im Sägewerk zu Kleinholz verarbeitet zu werden.

Tim Neuhaus Wer bei Clueso die Stöcke schwingt, kann nur ein maximal feiner Typ sein. Tim ist ein Sänger und Songwriter.

Nicht zu viel nachdenken, wenig Effekte, Experimente wagen. Ströme Echte elektronische Musik. Kein L aptop, sondern analoge elektronische Musik bringt das Duo mit, viel blinkende Lichter, zwei A Modularsysteme, Synthies, Vocoder, Bass.

Allerhöchster Rave-Appeal. Weiden "Die Sünde" Die Verbindung von Bairisch Folk und bairischem Chanson - geht das überhaupt? Sie haben das bairische Chanson erfunden.

Behaupten BlankWeinek selbstbewusst. Wer an das französische Vorbild denkt, liegt falsch. Keck mischen sie aber auch noch andere Stilelemente dazu.

Die Instrumentierung ist vielfältig: Geige, Akkordeon und Kontrabass, Schlagzeug, Banjo, Mandoline und Akustikgitarre.

Garniert wird das ganz mit Mundharmonika und Bläsern. Fertig ist es, das bairische Chanson. Cordes Sauvages Diese Band verspricht unsterbliche DjangoReinhardt-Hits, neu entdeckte Stücke aus Bebop-Zeiten, sowie Kompositionen aus eigener Feder.

Special Guest aus New Orleans Susanne Ortner an der Klarinette. Regensburg Alte Mälzerei Sie lassen die Hells Bells durch die PA läuten und schieben den Beat wie explodierendes TNT durch den Magen des Publikums.

Von aktuellen Songs bis zu Rockklassikern interpretieren die beiden Vollblutmusiker Songs der letzten fünf Jahrzehnte stimmungsvoll und mit musikalischer Leidenschaft.

Ursula Neumann am Cajon und Percussion liefert dazu den passenden Groove. Weiden Parapluie 20h. Diamond Dogs In der Luft hängt der Spirit der Zeit, in der die ersten amerikanischen Musiker die Akustikgitarre gegen eine elektrische tauschten.

Kontrabass, Stromgitarre, Gesang - mit dieser Besetzung graben die Regensburger Diamond Dogs - Ulrike Dirschl uprightbass, voc , Philipp Starzinger git - die Roots des Rock 'n' Roll aus und verarbeiten sie zu ihren Songs.

Heraus kommt eine Mischung aus melancholischem Roadmovie-Soundtrack und verrucht-verrauchtem Kellerbar-Sound. Die Diamantenhunde selber nennen es Country Noir.

Willy Michl Der Bluesbarde und Isarindianer eröffnet die Konzertsaison in seinem "Wohnzimmer". Er verbindet den Blues mit Songtexten in bayerischem Dialekt.

Er spielt für und mit dem Publikum, arbeitet, schwitzt, lebt, leidet und erzählt unglaubliche Geschichten.

Willy Michl ist ein hervorragender Gitarrist, Sänger und Songschreiber und unbestritten: ein Original der zeitgenössischen Musik-Szene.

Richie ist seit vielen Jahren erfolgreich in Europa und darüber hinaus unterwegs. Das Line-up: Richie Necker Gitarren, Mandoline, Gesang , Erich Parzefall, Perkussion, Gesang , Jochen Benkert Kontrabass, Gesang und als special guest: Eddy Gabler.

Schwandorf Felsenkeller 20h. Dabei hat sie wahre Schmuckstücke aus der reichhaltigen Schatzkiste internationaler Weihnachtslieder gefischt und liebevoll arrangiert.

Mal witzig, mal anrührend, aber immer swingend wird das Publikum in die entsprechende vorweihnachtliche Stimmung geschaukelt. Lappersdorf Aurelium 20h.

Open Road Tour Wishbone Ash ist eine der einflussreichsten Bands der Rockgeschichte. Bei ihren Shows schlagen sie gekonnt die Brücke zwischen alten und neuen Songs.

Über die Jahre hinweg hat die Band sich in den verschiedensten Musikstilen ausprobiert, von Folk, Blues und Jazz bis hin zu pedal-to-the-metal Rock und Elektronik.

Soul Station No. Das Publikum wird mit einem musikalischen Feuerwerk zum Grooven und Tanzen mitgerissen. Weiden Salute 20h.

Fenzl Dea ma wos ma woin! Mit der energiegeladenen Single 'Dea ma wos ma woin! Der Ex-Django Kontrabassist setzt den Titel des Songs kurzerhand in die Tat um: Er macht, was er will und was er am besten kann!

Hier wird gerockt, bis die Synapsen glühen, bis jeder Zweifel in Grund und Boden getanzt ist und ein für alle Mal feststeht: Fenzl ist die Inkarnation des Indie-Rock in Bayern.

Dazu singt das sympathische Energiebündel von der Liebe, vom Tanzen, vom Tod und allem drum herum. Live wird er von einer fantastischen Band unterstützt, die die Dynamik seines virtuosen Kontrabass-Spiels in die nächste Dimension katapultiert.

One night Connected Vier Bands an einem Abend Connected - also verbunden - sind die Bands durch den Gitarristen Martin Gruber, der im Laufe seines Musikerdaseins in eben jenen Bands gelandet ist.

Der Gedanke, mit allen Bands an einem Abend aufzutreten, stand schon länger auf der To-do-Liste des Musikers.

Die Beginner an diesem Konzertabend sind ab Es folgen gegen Um In der Region fast schon Kult: Hans Ernst git, voc , Martin Gruber git , Jeff Fichtner git, voc , Werner Wisgickl b , Hubert Stepper dr.

Ab Ein Amberger Urgestein — Powerrock mit Ausflügen in die Rockhistorie. Amberg Musikomm Der massive Einsatz von bullernden und quietschenden Synthies und Electronica waren für Nordlichter noch nie ein Problem.

Högni kombiniert das mit klassisch angelehnten Elementen und z. Noch so eine isländische Spezialität. Gleichzeitig scheut er sich aber auch nicht vor eingängigen Sounds.

Two Trains - bezieht sich auf zwei Museumslokomotiven in Rejkavic - symbolisieren dabei die sich in uns widerstreitenden Kräfte, aber auch Abzweigungen und Weichenstellungen … Allemal spannend!

Zusammen mit David Gazarov p , Sven Faller b und Robert Kainar dr werden hier die Tiefen des meist klassischen Jazz-Ozeans ausgelotet. Auf der zweiten CD erweitert dann das Münchner Rundfunkorchester den musikalischen Raum - unter der Leitung des Akkordeonisten Enrique Ugarte.

Tiermärchen vieler Völker: Irene Felkl, Vilseck Sieglinde Rom, Irchenrieth Cornelia Strobl, Hirschau. Das Schweigen von Brodersby: Christina Hauschild, Nürnberg Sabine Niedermeier, Nabburg Gabriele Seiler, Schönsee.

Dieser Sound kommt direkt aus dem Unterleibs-Chakra. Hier macht ein Oktett! Verglichen wurde dieses musikalische Start-up mit einem Mix aus Chicago, Led Zep und Janis Joplin.

Und die Stimme von Miss Velvet kann sich absolut hören lassen. Es würde mich nicht wundern, wenn ihr Mikro mal das Glühen anfängt. Und die Band? Da ist nix mit intellektuellem Soundgefrickel.

Sie versprüht in ihren Liedern heitere Ironie und Lebensfreude - transportiert in packend arrangierten Soul-, Pop- und Big Band-Sounds. Produziert wurde das Album von keinem geringerem als Lutz Krajenski Roger Cicero , souverän umgesetzt von der Schweizer Thomas Biasotto-Bigband.

Wir verlosen die CD. Peter Broderick ist Multiinstrumentalist und wie zu seinen Anfangstagen hat er auf seinem Neuling wieder alles selbst gemacht.

Er war schon immer an allen möglichen Instrumenten und erdenklichen Arten von Musik interessiert. Es geht hier eher um die leisen Töne, die Zwischenräume in den vielen Klangspektren.

Aber das alles immer wohlgeordnet und angenehm hörbar. Anni Elifs Sprachtonalität passt perfekt zu den Gedichten. Daraus wird eine intime und organische Welt mit eigenen Stilmitteln.

Wer jetzt noch finnisch kann, hat eine spannende Einspielung vor sich - die aber auch ohne Sprachkenntnisse gut funktioniert! Kaum zu glauben, dass es sich bei Ash My Love nur um ein Duo handelt.

Das Duo liefert damit einen dreckigen Gegenentwurf zur barocken Überfülle der digitalen Auto-Tune-Pop-Gegenwart.

Es wurde komplett auf digitale Technologie verzichtet. Die Selbstbeschränkung hat geholfen, sich auf das Wesentliche zu konzentrieren: Energie, Ausdruck und möglichst direkter Sound.

Mit der Zeit nerven die allzeit verzerrt wirkenden Singstimmen etwas. Weil ihre musikalischen Wurzeln genauso im Bereich der Improvisation liegen wie im Pop oder auch im Soul, hat Mariam Wallentin unzählige Genres und Klangregionen erforscht: Chorkompositionen und Drum-Circles, Free-Jazz-Konstellationen oder auch moderne Oper von Ben Frost.

Resultat: Intelligent gemachte Folk-Pop-Songs mit vielen kleinen Überraschungen und schönen musikalischen Momenten. Pete Wolf, ein neuer Name?

Er beschreibt wunderbar wie man so langsam älter werden kann. Luise Kinseher, Jockel Tschiersch und Richard Oehmann greifen tief in die Mythen-Kiste des Alpenraums.

Quadro Nuevo begleitet sie gewohnt gekonnt beim Erzählen. So könnte es früher gewesen sein, ohne Handy, ohne Fernseher, Internet. Am offenen Kamin in dunkler Stube schauerlichen und mutigen Geschichten lauschen.

Kann es etwas Schöneres geben in dieser Jahreszeit. Harry Alt entdeckte durch die persische Sonati-Musik seine Liebe zur orientalischen Rhythmik und arabischen Melodieführung.

Improvisationen bilden die Basis. Die Stücke klingen stellenweise volksliedhaft, im nächsten Moment nach Weltmusik. Mal dominiert türkischer Gesang, mal die pure Improvisationsfreude der Musiker.

Strenge Komposition steht freier Gestaltung gegenüber. Florian Ernst Kirner entstammt einer Münchner Künstlerfamilie.

Er selbst wurde eine zentrale Figur der Liedermacher-Renaissance. In der Tradition der Waders oder Degenhardts ist und bleibt der Prinz Aktivist.

Er engagiert sich in Wort und Tat gegen Rechtsradikalismus, Homophobie, Atomkraft, Militarismus und soziale Ungerechtigkeit.

Schon der Albumtitel verrät uns, aus welcher Gegend FM Belfast stammen. Kaum zu glauben, das "Island Broadcast" schon ihr viertes Album ist.

Ihre neuen Electro-Pop-Songs klingen sehr verspielt und bieten gleichzeitig reichlich Dancefloor-Potential mit dem gewissen Wohlfühlfaktor und ultra-ansteckenden positiven Vibes.

Alle 11 Tracks funktionieren in jeder Lebenslage und handeln von Glückseligkeit, Euphorie, Freundschaft, Verlust, Aufwachsen und dem Versuch ein guter Mensch zu sein, in dieser manchmal seltsamen Welt.

Definitiv der richtige Sound, um ein wenig der kalten und düsteren Jahreszeit zu entfliehen. Really Island! Liima, das sind die Dänen Casper Clausen, Rasmus Stolberg und Mads Brauer, die sich bereits mit ihrer Indie-Band Efterklang einen gehörigen Kultstatus erspielt haben.

Mit ihrem neuen Projekt Liima haben sie sich nun den finnischen Percussionisten Tatu Rönkkö mit ins Boot geholt. Dass das vorzüglich funktioniert, hat ihr Debutalbum "ii" schon letztes Jahr bewiesen.

Ein Konzept-Album mit Tiefgang, ein Album wie ein düster schimmernder Pop-Kristall. Ein Album, das einen sofort in seinen Bann zieht und auch nach mehrmaligen Durchgängen immer wieder überraschende Details preisgibt.

Zudem gibt es mit dem Titelstück "" auch einen echten Vorzeigehit mit Ohrwurmcharakter. Science Fiction a la ! Joe Henry Thrum Edel Madonnas Schwager glänzt ja seit 30 Jahren immer wieder mit hervorragenden Alben, richtige Grammy-geschmückte Berühmtheit hat er allerdings als Produzent für Legenden wie Solomon Burke oder Bonnie Raitt eingefahren.

Und zwischen diesen Polen, Jazz bis hin zum Country und Blues, bewegt sich auch sein Oeuvre. Seine Mitmusiker, u. Sohn Levon an allen Blasinstrumenten, Jay Bellerose oder Patrick Warren, sind kongeniale Mitstreiter und heben dieses Album deutlich aus dem Gros der Americana-Produktionen hervor.

HS Erik Fasten 10 Songs Broken Silence Der Barde aus Göteborg hat sich schon in Jazz, Klassik aber auch Punk-Rock versucht, sein Debüt lässt letzteres weg, fügt dafür Folk hinzu.

Diese 10 Songs stehen in der Tradition eines Nick Drake, eines Tim Buckley, aber auch eines John Martyn, schon wegen der klaustrophobischen Stimmungen und des markanten Gitarrenspiels.

Sie begreifen nicht, wie mich das quält, Vater? Und er wirft uns Unchristlichkeit vor! Was seid ihr eigentlich für eine Kompanei, ihr jungen Leute, — wie?

Den Kopf voll christlicher und phantastischer Flausen … und … Idealismus! Wie verhalten sich die Dinge denn eigentlich?

Ich enterbe dich nicht, ich mache kein spectacle , aber mit unserer Freundschaft ist es zu Ende. Hier hast du als Mitgift, ich vermache dir andere im Testamente, aber damit basta, damit bist du abgefertigt, es gibt keinen Schilling mehr.

Was geht es ihn an, wenn wir Geschäfte gemacht haben? Wenn du und deine Schwester eine tüchtige Portion mehr bekommen werden?

Johann Buddenbrook spähte, gestützt auf die Löschstange, aufmerksam in das unruhige Halbdunkel hinein, um den Gesichtsausdruck des Sohnes zu erforschen.

Die vorletzte Kerze war heruntergebrannt und von selbst erloschen; nur eine flackerte noch, dort hinten. Die Kerze flammte auf, und man sah, wie er gerade aufgerichtet und mit Augen, so kalt und aufmerksam, wie sie während des ganzen Nachmittags noch nicht darein geschaut hatten, fest in die tanzende Flamme blickte.

Andererseits: Sie geben nur an die in Frankfurt, und das bedeutet für die Firma einen Gewinn von Das ist aber nicht alles.

N'en parlons plus! Das letzte Flämmchen verlosch unter dem Metallhütchen. Das sind so Ärgerlichkeiten … Auf Wiedersehen morgen beim Frühstück!

Dann lag das weite, alte Haus wohlverschlossen in Dunkelheit und Schweigen. Zweiundeinhalbes Jahr später, um die Mitte des April schon, war zeitiger als jemals der Frühling gekommen, und zu gleicher Zeit war ein Ereignis eingetreten, das den alten Johann Buddenbrook vor Vergnügen trällern machte und seinen Sohn aufs freudigste bewegte.

Die beiden Fenster standen offen, und vom Garten her, wo eine milde Sonne die ersten Knospen beschien, und wo ein paar kleine Vogelstimmen einander kecke Antworten gaben, wehte voll frischer und zarter Würze die Frühlingsluft herein und trieb dann und wann sacht und geräuschlos die Gardinen ein wenig empor.

Beide Flügel der Tür zum Schlafzimmer waren geöffnet, und von dorther vernahm man die Stimme Johann Buddenbrooks, der ganz leise nach einer alten drolligen Melodie vor sich hin summte:.

Konsul Buddenbrook warf kaum einen Blick in das Nebenzimmer, so sehr war er von seiner Arbeit in Anspruch genommen.

Sein Gesicht trug einen ernsten und vor Andacht beinahe leidenden Ausdruck. Er schrieb:. April , morgens um 6 Uhr, ward meine liebe Frau Elisabeth, geb.

Kröger, mit Gottes gnädiger Hilfe aufs glücklichste von einem Töchterchen entbunden, welches in der hl.

Taufe den Namen Klara empfangen soll. Ach, wo ist doch ein solcher Gott, wie du bist, du Herr Zebaoth, der du hilfst in allen Nöten und Gefahren und uns lehrst deinen Willen recht zu erkennen, damit wir dich fürchten und in deinem Willen und Geboten treu mögen erfunden werden!

Führe du sie, ach Herr! Wie aber! Wurde er es so bald müde, sich mit seinem Schöpfer und Erhalter zu bereden? Welch ein Raub an Ihm, dem Herrn, schon jetzt einzuhalten mit Schreiben … Nein, nein, als Züchtigung gerade für sein unfrommes Gelüste, zitierte er noch längere Abschnitte aus den heiligen Schriften, betete für seine Eltern, seine Frau, seine Kinder und sich selbst, betete auch für seinen Bruder Gotthold, — und endlich, nach einem letzten Bibelspruch und einem letzten, dreimaligen Amen, streute er Goldsand auf die Schrift und lehnte sich aufatmend zurück.

Ein Bein über das andere geschlagen, blätterte er langsam in dem Hefte zurück, um hie und da einen Abschnitt der Daten und Betrachtungen zu lesen, die sich von seiner Hand dort vorfanden, und sich wieder einmal dankbar der Erkenntnis zu freuen, wie immer und in aller Gefahr Gottes Hand ihn sichtbar gesegnet.

Er wurde in einen Laden getragen, und da noch ein wenig Leben in ihm war, ward zum Doktor und zum Wundarzt geschickt. Diese Verbindung war, sollte er ehrlich sein, nicht gerade das gewesen, was man eine Liebesheirat nennt.

Er stand mit beiden Beinen in der Gegenwart und beschäftigte sich nicht viel mit der Vergangenheit der Familie, wenngleich er ehemals dem dicken Goldschnittheft immerhin ein paar Notizen in seiner etwas schnörkeligen Handschrift hinzugefügt hatte, und zwar hauptsächlich in betreff seiner ersten Ehe.

Dann aber war Gotthold gekommen, und das Kind hatte Josephinen zugrunde gerichtet … Wunderliche Bemerkungen standen, was dies betrifft, auf dem rauhen Papier.

Der Konsul blätterte hin und her im Hefte. Diese Aufzeichnungen begannen mit einer weitläufigen Genealogie, welche die Hauptlinie verfolgte.

Wie am Ende des Jahrhunderts ein Buddenbrook, der älteste, der bekannt, in Parchim gelebt, und sein Sohn zu Grabau Ratsherr geworden sei. Von diesem Vorfahren waren schon alle Daten bekannt: Wann er die Frieseln und wann die echten Blattern gehabt, war treu verzeichnet; wann er vom dritten Boden auf die Darre gestürzt und am Leben geblieben, obgleich eine Menge Balken im Wege gewesen seien, und wann er in ein hitzig Fieber mit Raserei verfallen, stand reinlich vermerkt.

Konsul Buddenbrook zog die Ledermappe zu sich heran, um dies oder jenes der übrigen Papiere herauszugreifen und zu überlesen. Dann ging er ins Schlafzimmer hinüber.

Eine Stimmung von Erholung und Frieden nach überstandenen Ängsten und Schmerzen lag in der Luft, die, vom Ofen noch leise erwärmt, mit einem Mischgeruch von Eau de Cologne und Medikamenten durchsetzt war.

Über die Wiege gebeugt standen die beiden Alten nebeneinander und betrachteten das schlafende Kind. Die Konsulin aber, in einer eleganten Spitzenjacke, das rötliche Haar aufs beste frisiert, streckte, ein wenig bleich noch, aber mit einem glücklichen Lächeln ihrem Gatten die schöne Hand entgegen, an deren Gelenk auch jetzt ein goldenes Armband leise klirrte.

Ihre Hand in der seinen, näherte er, den Eltern gegenüber, sein Gesicht dem Kinde, das rasch und geräuschvoll Luft holte, und atmete während einer Minute den warmen, gutmütigen und rührenden Duft ein, der von ihm ausging.

Die alte Dame wehrte bescheiden ab. Sie lärmten ungebührlich auf der Treppe, während man das beruhigende Zischen Klothildens vernahm; dann aber traten sie in ihren Pelzmäntelchen — denn in der Marienkirche war es natürlich noch winterlich — leise und vorsichtig herein, erstens wegen der kleinen Schwester und zweitens, weil es nötig war, sich vor dem Gottesdienste zu sammeln.

Ihre Gesichter waren rot und erregt. Welch ein Festtag heute! Wenn sie ihren Kuchen zur Schokolade verzehrt hatte, so ergriff sie die Büchermappe, trippelte die Terrasse hinunter und schritt durch den wohlgepflegten Vorgarten.

Sie war höchst niedlich, die kleine Tony Buddenbrook. Er schien es darauf abgesehen zu haben, den Angehörigen der alteingesessenen Familien bei jeder Gelegenheit zu opponieren, ihre Meinungen auf schlaue Weise zu widerlegen, die seine dagegen durchzusetzen und sich als weit tüchtiger und unentbehrlicher zu erweisen als sie.

Sie gingen gemeinsam, weil sie einmal Nachbarinnen waren, aber meistens ärgerten sie einander. Manchmal ging Julchens Bruder Hermann, ein paar Jahre älter als sie, gleichzeitig zur Schule.

Hermann war blond, aber seine Nase lag ein wenig platt auf der Oberlippe. Auch schmatzte er beständig mit den Lippen, denn er atmete nur durch den Mund.

Für Tony Buddenbrook war das etwas Neues. Eines Morgens sagte Hermann:. Sie wartete noch eine Minute, und dann kam Hermann allein; er schwenkte seine Frühstücksdose am Riemen hin und her und schmatzte leise.

Sie ging in der Stadt wie eine kleine Königin umher, die sich das gute Recht vorbehält, freundlich oder grausam zu sein, je nach Geschmack und Laune.

Jean Jacques Hoffstede hatte, was die beiden Söhne des Konsuls Buddenbrook anging, sicherlich ein treffendes Urteil gefällt.

Thomas, der seit seiner Geburt bereits zum Kaufmann und künftigen Inhaber der Firma bestimmt war und die realwissenschaftliche Abteilung der alten Schule mit den gotischen Gewölben besuchte, war ein kluger, regsamer und verständiger Mensch, der sich übrigens aufs köstlichste amüsierte, wenn Christian, welcher Gymnasiast war und nicht weniger Begabung, aber weniger Ernsthaftigkeit zeigte, mit ungeheurem Geschick die Lehrer nachahmte — im besonderen den tüchtigen Herrn Marcellus Stengel, der im Singen, Zeichnen und derartigen lustigen Fächern den Unterricht erteilte.

Du machst 'nen Strich! Hier ging es ziemlich behaglich zu. Es war da in den mittleren Klassen ein ehemaliger Prediger, der im Lateinischen unterrichtete, ein gewisser Pastor Hirte, ein langer Herr mit braunem Backenbart und munteren Augen, dessen Lebensglück geradezu in dieser Übereinstimmung seines Namens mit seinem Titel bestand, und der nicht oft genug die Vokabel pastor sich übersetzen lassen konnte.

Toms und Christians Jugendzeit … es ist nichts Bedeutendes davon zu melden. In jenen Tagen herrschte Sonnenschein im Hause Buddenbrook, wo in den Kontoren die Geschäfte so ausgezeichnet gingen.

Und manchmal gab es ein Gewitter, ein kleines Unglück wie dieses:. Das war ein kleines Geschäft … kein ganz säuberliches wohl, aber durchaus kein ungewöhnliches.

Der Konsul war heftig aufgebracht über diesen Streich. Man sitzt bei Tische, man ist beim Obste angelangt und speist unter behaglichen Gesprächen.

Eines Tages aber, ganz plötzlich, hatte sich ein halb unbestimmbares Leiden eingestellt, ein leichter Darmkatarrh anfangs nur, gegen den Doktor Grabow ein wenig Taube und Franzbrot verordnet hatte, eine mit Erbrechen verbundene Kolik, die mit unbegreiflicher Schnelligkeit Entkräftung herbeiführte, einen sanften und hinfälligen Zustand, der beängstigend war.

Man ging auf den Zehen umher, man flüsterte ernst, und die Wagen durften nicht über die Diele rollen. Dabei durfte nicht gefeiert werden, denn es kam Besuch.

Die Krankheit währte vierzehn oder fünfzehn Tage, und nach einer Woche kam der alte Senator Duchamps, ein Bruder der Sterbenden, nebst seiner Tochter von Hamburg an, während ein paar Tage später des Konsuls Schwester mit ihrem Gatten, dem Bankier aus Frankfurt eintraf.

Die Wanduhr tickte dumpf und mit langen Pausen, viel seltener aber noch atmete die Kranke einmal kurz und oberflächlich auf … Eine schwarze Schwester machte sich am Tisch mit dem Beeftee zu schaffen, den man versuchsweise noch reichen wollte; dann und wann trat geräuschlos ein Familienmitglied ein und verschwand wieder.

Er dachte nicht viel, er sah nur unverwandt und mit einem leisen Kopfschütteln auf sein Leben und das Leben im allgemeinen zurück, das ihm plötzlich so fern und wunderlich erschien, dieses überflüssig geräuschvolle Getümmel, in dessen Mitte er gestanden, das sich unmerklich von ihm zurückgezogen hatte und nun vor seinem verwundert aufhorchenden Ohr in der Ferne erhallte … Manchmal sagte er mit halber Stimme vor sich hin:.

Er fing an, stumm und abwesend im Familienkreise zu sitzen, und wenn er einmal die kleine Klara auf die Knie genommen hatte, um ihr vielleicht eines seiner alten drolligen Lieder vorzusingen, zum Beispiel:.

Und immer courage! Er war kurzbeinig und trug sackartig weite Hosen aus rauhem, kariertem Stoff. Die Treppe hinauf schritt er dem Konsul entgegen, indem er die Brauen hoch unter die Krempe seines grauen Hutes erhob und sie dennoch zusammenzog.

Nach einem Schweigen sagte er nachdrücklich:. Gottholds Brauen wanderten wieder unter die Hutkrempe hinauf, und seine Augen richteten sich mit Anstrengung auf den Bruder.

Der Konsul seinerseits senkte nun den Blick; dann aber, ohne ihn wieder zu erheben, machte er jene entschiedene Handbewegung von oben nach unten und antwortete leise und fest:.

Du kannst nichts von mir gewärtigen, was den Verpflichtungen widerspricht, die mir diese Eigenschaft auferlegt; meine sonstigen Gefühle müssen schweigen.

Und siehe da: hier, neben dem Stiefbruder auf dem Rücksitz der hohen, weiten, plumpen Kutsche, eins seiner kurzen Beine über das andere gelegt, zeigte er sich versöhnlich und sanft.

Sein seitwärts gescheiteltes Haar, das in zwei Einbuchtungen von den schmalen und auffällig geäderten Schläfen zurücktrat, war dunkelblond, und im Gegensatz dazu erschienen die langen Wimpern und die Brauen, von denen er gern die eine ein wenig emporzog, ungewöhnlich hell und farblos.

Sie beugte sich über eine Seidenstickerei und bewegte leichthin die Lippen, während sie mit der Nadel eine Reihe von Stichen zählte. Neben ihr, auf dem zierlichen Nähtisch mit Goldornamenten, brannten die sechs Kerzen eines Armleuchters; der Kronleuchter hing unbenutzt.

Johann Buddenbrook, der sich allgemach der Mitte der Vierziger näherte, hatte in den letzten Jahren ersichtlich gealtert.

Ihr rötliches, kunstvoll frisiertes Haar war vom Schein der Kerzen durchleuchtet. Es kommt ein auswärtiger Geschäftsfreund von dir, du bittest ihn zum Essen, er hat noch kein Gasthauszimmer genommen und übernachtet natürlich bei uns.

Wir honorieren vier Leute im Hause, und du vergissest die vielen Männer, die im Dienste der Firma stehen! Nach Frankfurt wurden als Entschädigungssumme gezahlt: macht , und so hätten die Dinge bei Vaters Tode gelegen, wären alle diese Spesen nicht im Laufe der Jahre durch rund Kurantmark Verdienst korrigiert worden.

Das Gesamtvermögen betrug also Dann wurden ferner an Gotthold ausgekehrt und noch nach Frankfurt; das macht, wenn ich noch ein paar tausend Kurantmark kleinerer Vermächtnisse abrechne, die nach Vaters Testament an das Heilige-Geist-Hospital, die Kaufleute-Witwenkasse usw.

Das sind, in runden Summen und abgesehen von allerhand kleineren Schwankungen des Vermögens, ungefähr die Verhältnisse.

Jedoch … wir dürfen damit nicht allzu unvorsichtig rechnen. Dergleichen kann sich wiederholen und wird sich, fürchte ich, wiederholen, denn — verzeih mir, Bethsy, wenn ich aufrichtig rede — die gewisse heitere Leichtlebigkeit, die bei deinem Vater, der mit Geschäften nichts mehr zu tun hat, so angenehm wirkt, kommt deinem Bruder, als Geschäftsmann, schlecht zustatten … Du verstehst mich … er ist nicht sehr behutsam, wie?

Die Konsulin lächelte nachsichtig; sie kannte das Vorurteil ihres Gatten gegen die eleganten Neigungen ihrer Familie.

Ein geweckter Kopf, ein munterer Patron, der Schüler Buddenbrook. Vor allem jedoch war er ein eifriger Theaterliebhaber, versäumte keine Vorstellung und nahm persönliches Interesse an dem ausübenden Personal.

Der Konsul wäre vor Lachen beinahe gegen die Wand gefallen, als er Christian mit dem Bukett daherkommen sah; der neue Suitier aber machte ernsthaft sein bestes Kompliment vor Walter Tell, überreichte ihm die Blumen, schüttelte langsam den Kopf und sagte in einem Tone, der vor Aufrichtigkeit beinahe bekümmert klang:.

Fräulein Meyer-de la Grange aber zog die hübschen Brauen empor und fragte:. Hier begehrte der Konsul auf. Er geht zu dieser Person!

Die Neigung zeigt sich! Ja, das war ein schlimmer Fall; und der Konsul war um so entsetzter, als auch Tony, wie gesagt, sich nicht zum besten betrug.

Diese Spaziergänge wurden verhindert. Dazu trug in hohem Grade auch ihre Sprache bei. Madame Kethelsen, die ungefähr 48 Jahre zählte, war von ihrem verstorbenen Gatten mittellos im Leben zurückgelassen worden, bewohnte bei ihrer Schwester im oberen Stockwerk eine kleine Stube und beteiligte sich an der allgemeinen Tafel.

Therese Weichbrodt war ein belesenes, ja beinahe gelehrtes Mädchen und hatte sich ihren Kinderglauben, ihre positive Religiosität und die Zuversicht, dort drüben einst für ihr schwieriges und glanzloses Leben entschädigt zu werden, in ernstlichen kleinen Kämpfen bewahren müssen.

Madame Kethelsen dagegen war ungelehrt, unschuldig und einfältigen Gemütes. Tony hatte ihren Platz inmitten zweier anderer Pensionärinnen erhalten.

Ihr gegenüber plapperte die Französin, die aussah wie eine Negerin und ungeheure goldene Ohrringe trug. Man befreundete sich rasch mit Hilfe von Sesemis Bischof.

Popinet hatte in der letzten Nacht wieder Alpdrücken gehabt, erzählte sie … Ah, quelle horreur! Dieben, Dieben! Tony war unmusikalisch; die meisten Buddenbrooks und alle Krögers waren es.

Sie konnte nicht einmal die Choräle erkennen, die in der Marienkirche gespielt wurden … Oh, die Orgel in der Nieuwe Kerk zu Amsterdam hatte eine vox humana , eine Menschenstimme, die prachtvoll klang!

Welche amüsanten und behaglichen Stunden waren das, wenn man um zehn Uhr zur Ruhe ging und beim Auskleiden plauderte — mit halber Stimme nur, denn nebenan begann Mlle.

Popinet von Dieben zu träumen … Sie schlief zusammen mit der kleinen Eva Ewers, einer Hamburgerin, deren Vater, ein Kunstschwärmer und Sammler, sich in München angesiedelt hatte.

Die braungestreiften Rouleaus waren geschlossen, die niedrige, rotverhüllte Lampe brannte auf dem Tische, ein leiser Duft nach Veilchen und frischer Wäsche erfüllte das Zimmer und eine gemächliche, gedämpfte Stimmung von Müdigkeit, Sorglosigkeit und Träumerei.

Liebst du ihn, Armgard? Heirate ihn doch; es ist eine sehr gute Partie, er wird Professor am Gymnasium werden. Ich liebe ihn gar nicht.

Ich habe gar keine Lust dazu. Sie werden sich heute abend nicht mehr verheiraten! Welch Glück, wenn am Ostersonntag gutes Wetter war und man die Eier und Marzipanhasen in dem ungeheuren Krögerschen Garten suchen konnte!

Welche Sommerferien an der See, wenn man im Kurhause wohnte, an der Table d'hote speiste, badete und Esel ritt!

Ein paar Sommerwochen verlebte sie mit ihrer Freundin Armgard auf dem Besitztum des Herrn von Schilling, das Travemünde gegenüber jenseits der Bucht an der Küste lag.

Und ein anderes Mal reiste sie mit Cousine Thilda dorthin, wo Herr Bernhard Buddenbrook Inspektor war. So wanderten die Jahre vorbei, und es war, alles in allem, eine glückliche Jugendzeit, die Tony verlebte.

Die Konsulin hatte ihre Seidenstickerei sinken lassen und sah lächelnd der kleinen Klara zu, die mit Ida Jungmann auf dem Rasenplatze Veilchen suchte, denn es gab zuweilen Veilchen dort.

Das Stadtgärtchen lag mit symmetrisch angelegten Wegen und Beeten bunt und reinlich in der Nachmittagssonne. Der Duft der Reseden, die die Beete umsäumten, kam dann und wann durch die Luft daher.

Thilda und sie sind unstreitig die Schönsten in der Familie. Klothilde war zum Sterben erstaunt. Tony duldete schweigend, denn Tom war ihr überlegen, da half nichts; er würde wieder eine Antwort finden und die Lacher auf seiner Seite haben.

Sie zog nur mit geöffneten Nasenflügeln heftig die Luft ein und hob die Schultern empor. Ein angenehmer, gut empfohlener Mann, ein Pastorssohn.

Ich habe Geschäfte mit ihm. Es ist da eine Sache … Sage dem Herrn, Anton — es ist dir recht Bethsy? Sein Gesicht, unter dem hellblonden, spärlichen Haupthaar war rosig und lächelte; neben dem einen Nasenflügel aber befand sich eine auffällige Warze.

Mit einem letzten, sehr langen Schritte trat er heran, indem er mit dem Oberkörper einen Halbkreis beschrieb und sich auf diese Weise vor allen verbeugte.

Herr Grünlich, Bethsy, mein wackerer Geschäftsfreund … Meine Tochter Antonie … Meine Nichte Klothilde … Sie kennen Thomas bereits … Das ist mein zweiter Sohn, Christian, ein Gymnasiast.

Nehmen Sie Platz! Was nun? Es sind ausgezeichnete Menschen insgesamt, Menschen von Herz und Geist, — hä-ä-hm. In der Tat, wenn in allen Familien ein Geist herrschte wie in dieser, so stünde es besser um die Welt.

Hier findet man Gottesglaube, Mildherzigkeit, innige Frömmigkeit, kurz die wahre Christlichkeit, die mein Ideal ist; und damit verbinden diese Herrschaften eine edle Weltläufigkeit, eine Vornehmheit, eine glänzende Eleganz, Frau Konsulin, die mich persönlich nun einmal charmiert!

Tony dachte: Woher kennt er meine Eltern? Er sagt ihnen, was sie hören wollen … Der Konsul aber sprach beifällig:. Und die Konsulin konnte nicht umhin, dem Gaste mit einem leisen Klirren des Armbandes die Hand zu reichen, deren Fläche sie in herzlicher Weise ganz weit herumdrehte.

Ein Schade von Millionen, ja, das ist ziemlich genau berechnet. Übrigens bin ich meinerseits der Vorsehung zu hohem Danke verpflichtet … ich bin nicht im geringsten getroffen worden.

Und welch farbiger Blumenflor … oh, mein Gott, ich gestehe meine Schwäche für Blumen und für die Natur im allgemeinen! Herr Grünlich lobte die vornehme Anlage des Hauses, er lobte die ganze Stadt überhaupt, er lobte auch die Zigarre des Konsuls und hatte für jeden ein liebenswürdiges Wort.

Tony zog aus irgendeinem Grunde plötzlich die Brauen zusammen und antwortete ohne Herrn Grünlich anzublicken:. Und Sie lesen, Herr Buddenbrook?

Ah, Cicero! Quousque tandem, Catilina … hä-ä-hm, ja, ich habe mein Latein gleichfalls noch nicht völlig vergessen! Als eine Pause entstand, dachte Tony: Jetzt komme ich an die Reihe.

Denn Herrn Grünlichs Blicke ruhten auf ihr. Und richtig, sie kam an die Reihe. Herr Grünlich nämlich schnellte plötzlich ein wenig auf seinem Sitze empor, machte eine kurze, krampfhafte und dennoch elegante Handbewegung nach der Seite der Konsulin und flüsterte heftig:.

Einige Minuten darauf erhob sich Herr Grünlich. Ich kam in Geschäften … allein wer könnte widerstehen … Nun ruft die Tätigkeit!

Herr Grünlich blieb einen Augenblick stumm vor Dankbarkeit. Mein Gott! Was für ein Urteil! Wir plauderten gar nicht.

Und Klatschrosen putzen ungemein! Manchmal tut er, als ob er ganz laut zu sich selbst spräche. Thomas enthielt sich des Urteils. Wir alle sind schwache Menschen, und du bist, verzeih mir, wahrlich die letzte, die einen Stein aufheben dürfte … Tom, an die Arbeit!

Und er kam. Er kam in einem nicht ganz neumodischen, aber feinen, glockenförmigen und faltigen Gehrock, der ihm einen Anstrich von Ernst und Solidität verlieh, — rosig übrigens und lächelnd, das spärliche Haar sorgfältig gescheitelt und mit duftig frisierten Favoris.

Er sprach mit dem Konsul über Geschäfte und Politik, wobei er ernste und tüchtige Grundsätze an den Tag legte, er plauderte mit der Konsulin über Theater, Gesellschaften und Toiletten; er hatte auch für Tom, Christian und die arme Klothilde, ja selbst für die kleine Klara und Mamsell Jungmann liebenswürdige Worte … Tony verhielt sich schweigsam, und er seinerseits unternahm es nicht, sich ihr zu nähern, sondern betrachtete sie nur dann und wann mit seitwärts geneigtem Kopfe und einem Blick, in dem sowohl Betrübnis wie Ermunterung lag.

Als Herr Grünlich sich an diesem Abend verabschiedete, hatte er den Eindruck verstärkt, den sein erster Besuch hervorgebracht.

Acht Tage später ereignete sich jene Szene im Frühstückszimmer … Tony kam um neun Uhr herunter und war erstaunt, ihren Vater noch neben der Konsulin am Kaffeetische zu finden.

Nachdem sie sich die Stirn hatte küssen lassen, setzte sie sich frisch, hungrig und mit schlafroten Augen an ihren Platz, nahm Zucker und Butter und bediente sich mit grünem Kräuterkäse.

Die Konsulin ihrerseits beendete langsam und mit graziösen Bewegungen ihr Frühstück und lehnte sich dann ins Sofa zurück.

Tony, den Mund voll Butterbrot, blickte ihrem Vater und dann ihrer Mutter mit einem Gemisch von Neugier und Erschrockenheit ins Gesicht. Während Tony unter Stillschweigen und appetitlos ihren Kaffee trank, ihr Ei und ihren grünen Käse zum Brote verzehrte, fing sie zu ahnen an, um was es sich handelte.

Was denkt unser gutes Kind darüber? Plötzlich aber schlug sie die Augen auf, Augen, die ganz dunkel geworden waren und voll von Tränen standen.

Der Konsul warf seiner Gattin einen Blick zu und betrachtete ein wenig verlegen seine leere Tasse. Der Konsul rückte mit einer Bewegung plötzlicher Zärtlichkeit seinen Stuhl an sie heran und strich lächelnd über ihr Haar.

Der Konsul lächelte wieder. Das werde ich auch Herrn Grünlich vorläufig antworten und sein Gesuch weder abschlagen noch bewilligen … Es gibt da viele Dinge zu überlegen … So … sehen wir wohl?

Tonys Tränen versiegten allmählich. Wie sollte man sich dabei benehmen? Was für eine gänzlich neue Lage auf einmal! Sie begann, sich ihrer anfänglichen Fassungslosigkeit ein wenig zu schämen.

Es erschien ihr nicht weniger unsinnig, als zehn Minuten früher, Herrn Grünlich zu heiraten, aber die Wichtigkeit ihrer Stellung fing an, sie mit Wohlgefallen zu erfüllen.

Hat Papa dir zugeraten?

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Amateur-Mädchen Lola geben Tiefe Kehle Blasen Heute nacht werde ich der Siebenjährigen eine Wärmflasche mit ins Bett geben. Mir hilft das seit Corona ungemein, trotz Gedankenkreisen und kalter Füße besser in den Schlaf zu finden. Leider geht nämlich die Wärmflasche, die ich geheiratet habe, abends zwei Stunden später als ich ins Bett. Er kennt diese Männer und Frauen, fast drei Monate lang stand er vor ihnen, stand er ihnen Rede, hatte er ihnen Antwort auf ihre Fragen zu geben. Heute wird er keine Fragen hören und keine Antwort geben müssen. Es ist auch keine Hörmuschel da, um ihm in Übersetzung zu vermitteln, was über ihn und zu ihm gesprochen wird. The Project Gutenberg EBook of Neue Kindergeschichten aus Oberheudorf, by Josephine Siebe This eBook is for the use of anyone anywhere in the United States and most other parts of the world at no cost and with almost no restrictions whatsoever.

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